Bierschwund: Asta zieht Konsequenzen

Bierschwund: Asta zieht Konsequenzen

Nach Skandal: Studentenvertretung der Uni ändert ihre Strukturen.

Wuppertal. Dieser „Fall“ ging bundesweit durch die Medien: Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der Uni Wuppertal hatte bei einer internen Revision herausbekommen, dass im Haushaltsjahr 2011/12 Getränke — vor allem Bier — im Verkaufswert von fast 8400 Euro verschwunden seien. Der Grund: fehlerhafte Abrechnungen bei Veranstaltungen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall, laut Asta bislang ohne Ergebnis. Allerdings hat der Asta nach eigenen Angaben nun interne Konsequenzen gezogen, um solche Fälle in Zukunft zu vermeiden.

So soll es bei der Studentenvertretung künftig weniger Referate geben, deren Leiter für ihren Bereich nun persönlich verantwortlich sind. „Es gibt keine geteilten Verantwortlichkeiten“, heißt es in einer Mitteilung der Asta-Vorsitzenden Sven Metz und Josua Schneider. Veranstaltungen werden künftig ausschließlich vom Kulturreferat des Asta organisiert — bisher waren unterschiedliche Referate für unterschiedliche Aktionen zuständig. Weitere Maßnahmen: eine neue Geschäftsordnung, die auch über Amtswechsel hinweg — jeder Asta amtiert nur ein Jahr — eine lückenlose Archivierung des wichtigen Schriftverkehrs ermöglicht, dazu ein Sechs-Augen-Prinzip bei Abrechnungen. Ferner soll eine Hausmeisterstelle geschaffen werden — der Hausmeister soll sich dann auch um vom Asta angeschaffte Sachgüter kümmern.

Den endgültigen Schaden aus dem vorherigen AbrechnungsChaos beziffert der Asta selbst mittlerweile nach eigenen Prüfungen auf 4500 Euro — durch fehlende Getränkeabrechnungen sowie durch den Diebstahl eines Computers. Red

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