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Bezirksvertretung stimmt für Ausbau der Haltestelle Ronsdorfer Markt

Beschluss gefasst : BV Ronsdorf stimmt für Haltestellen-Ausbau

Arbeiten an der Staasstraße sollen bis Sommer abgeschlossen sein. Ein Gehweg entfällt.

Möglichst noch in diesem Frühjahr soll der Ausbau der Bushaltestelle an der Staas-
straße am Ronsdorfer Markt beginnen. Die Bezirksvertretung Ronsdorf gab dafür auf ihrer Sitzung am Dienstag grünes Licht. Mit lediglich einer Gegenstimme votierten die Bezirksvertreter für die Neugestaltung der Haltestelle, die Verbreiterung des Gehweges auf der Seite der Geschäfte sowie den Wegfall des jetzt noch bestehenden Gehweges auf Seite des Bandwirkerplatzes. Am Donnerstag sollte der Verkehrsausschuss abschließend über die Vorlage entscheiden.

Der Ausbau der stark frequentierten Haltestelle wird um ein Jahr vorgezogen, damit die Erneuerung pünktlich zum 275-jährigen Bestehen von Ronsdorf abgeschlossen werden kann. Rund 300 000 Euro hat die Stadt für die Maßnahme eingeplant. Bis zum Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Haltestelle Ronsdorfer Markt
ist ein Knotenpunkt im Stadtteil

In der Diskussion um die Gestaltung mussten sich die BV-Vertreter letztlich zwischen zwei Varianten entscheiden. Die eine Option sah eine Verbreiterung des jetzigen Gehweges entlang der Geschäfte und eine Straßenbreite von 6,50 Meter vor. Der westliche Gehweg – also jener entlang des Bandwirkerplatzes – müsste dann entfernt werden. Bei der zweiten Variante wären die jetzigen Gehwege erhalten geblieben. Dafür wäre die Staastraße dann aber nur noch vier Meter breit gewesen: Pkw oder andere Fahrzeuge hätten dann dort haltende Busse nicht mehr überholen können. Aus diesem Grund fand diese Variante unter den Bezirksvertretern bis auf eine Ausnahme keine Befürworter, befürchten sie doch einen Rückstau der Fahrzeuge „bis zur Erbschlöer und Lüttringhauser Straße“, wie der Linken-Vertreter Jürgen Köster erklärte.

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Harald Kroll betonte, dass die Staasstraße im Falle der Umsetzung der zweiten Variante zu eng werde, um den nachfolgenden Verkehr passieren zu lassen.

Lediglich Paul Yves Ramette (Grüne) erneuerte seine Kritik an der gewählten Variante, er stimmte auch als einziger gegen die Vorlage. Durch den Wegfall des Bürgersteigs auf der Seite des Bandwirkerplatzes werde den Autofahrern „der Vorzug“ gegenüber den Fußgängern eingeräumt, sagte Ramette. Bei Umsetzung der Variante 2 – also dem Erhalt beider Gehwege und einer schmaleren Straße – hätten die Autofahrer bei haltenden Bussen nur eine „kurze Wartezeit“ gehabt. Diese Einschätzung fand bei den anderen Bezirksvertretern aber keine Unterstützung.

Bei der Haltestelle am Ronsdorfer Markt handelt es sich laut WSW mobil GmbH um die zentrale Bus-Haltestelle in Ronsdorf. An Werktagen würden dort bis zu 1000 Menschen einsteigen, in Hochphasen bis zu 18 Busse pro Stunde an- und abfahren. Die Planungen sehen vor, zwei über vier Meter breite Wetterschutzhäuschen zu errichten, zudem soll das Umfeld schöner gestaltet und aufgeräumt werden. Für sehbehinderte Fahrgäste werden die Haltestellen mit taktilen Elementen ausgestattet. Um das Einsteigen in die Busse zu erleichtern, wird die Bordsteinkante im Bereich der Halteposition auf 16 Zentimeter angehoben.