Bezirksvertretung Langerfeld-Beyenburg will Arbeit transparent machen

Politik : BV Langerfeld-Beyenburg will Arbeit transparenter machen

Bezirkspolitiker informieren ab dem Sommer im Internet detailliert über Projekte.

Was treibt eigentlich die Bezirksvertretung? Das bekommen die wenigsten Menschen mit. „Wir haben festgestellt, dass viele Leute wenig über unsere Arbeit wissen“, sagt der Lokalpolitiker Uwe Meves-Herzog von den Linken. Deshalb schlug er seinen Kollegen aus der BV Langerfeld-Beyenburg eine Internetseite vor, auf der die Arbeit der Bezirksvertretung dokumentiert wird. Einen Prototyp hat er schon erstellt. Der Rentner beschäftigt sich seit Längerem mit dem Website-System Joomla und hat auch die Seiten für den Bürgerverein Langerfeld und das Kindermuseum gebaut.

Natürlich stehen auch bisher schon die Ergebnisse der BV-Sitzungen im Ratsinformationssystem (RIS) der Stadt Wuppertal. Doch dort sind die Details oft mühsam zu suchen und eher wenige Bürger forschen im RIS nach Details der Lokalpolitik. Deshalb möchte Meves-Herzog die Informationen leichter zugänglich machen.

Die Kosten für die Domain (also die Adresse der Seite) und den Speicherplatz sind sehr überschaubar. Deshalb wurde der Vorschlag in der Bezirksvertretung mit nur einer Gegenstimme von Bündnis 90/Die Grünen und einer Enthaltung angenommen. In der nächsten Bezirksvertretung will Uwe Meves-Herzog seine vorbereitete Seite und ihre Rubriken mit den Politikern diskutieren. Vor allem geht es ihm darum, zu dokumentieren, welche Schritte in welchen Fällen die Politiker unternommen haben, und wo sie vielleicht aus welchen Gründen gebremst wurden. „Wir wollen den Bürgern unsere Arbeit transparenter machen.“

Gleichzeitig möchte der Politiker auf der Seite auch über grundlegende aktuelle Themen Auskunft geben, etwa wie jetzt bei den Schäden an den Häusern in Langerfeld. Bezirksbürgermeister Eberhard Hasenclever übernimmt die Verantwortung für die Inhalte der Seite, die unter www.langerfeld-beyenburg.de erreichbar sein soll. Er möchte auch das von ihm seit längerem gesammelte historische Wissen über den Stadtteil auf der Internetseite verfügbar machen. Grundsätzlich sollen jedoch alle Fraktionen der Bezirksvertretung in die Arbeit eingebunden werden und dort Aktionen und Pläne veröffentlichen können.

Nach dem Sommerferien
soll die Seite online sein

Wie die Zusammenarbeit genau strukturiert wird und welche Rubriken die Seite erhält, muss noch besprochen werden. Bis nach den Sommerferien, so das Ziel, soll sie online gehen. Mindestens drei Menschen sollen dann so angelernt werden, dass sie die Seite mit Inhalten befüllen können.

Der Bürgerverein Langerfeld betreibt schon jetzt die Seite www.langerfeld.de mit Geschichte und Veranstaltungen in Langerfeld. Eine Konkurrenz der beiden Seiten befürchtet Margret Hahn, Vorsitzende des Bürgervereins, jedoch nicht. „Wir haben die Abgrenzung schon besprochen, die Bezirksvertretung steht ständig in sehr gutem Gespräch mit uns“, betont sie. „Wir vom Bürgerverein wollen weiterhin parteipolitisch neutral bleiben, aber wir wollen doch alle den Stadtteil nach vorne bringen.“ Von der städtischen Homepage soll es dann einen Link zur Seite der BV geben. Die Organisatoren aus Langerfeld können sich gut vorstellen, dass bald auch die anderen BVen in Wuppertal nachziehen.

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