Bezirksbürgermeister: Vorfreude auf den Langen Tisch

Ausblick 2019 : Vitenius sieht Licht und Schatten

Fragebogen 2019: Elberfelds Bürgermeister wünscht sich mehr Einflussnahme durch die Stadtteilgremien.

. Er hat Tradition, der Fragebogen der Westdeutschen Zeitung an die Bezirksbürgermeister zum neuen Jahr. Den Auftakt macht in diesem Jahr Hans Jürgen Vitenius (SPD), Bezirksbürgermeister von Elberfeld.

Was wird das Leuchtturmprojekt 2019 für Ihren Bezirk?

Hans Jürgen Vitenius: Derzeit brauchen wir keine neuen Leuchtturmprojekte für Elberfeld — die begonnenen Leuchtturmprojekte sollten 2019 mal erst fertiggestellt werden.

Auf welche Veranstaltungen freuen Sie sich im kommenden Jahr?

Vitenius: Der (etwas kürzere) lange Tisch zum Stadtjubiläum, dazu hoffentlich die Installation einer Dauerbeleuchtung der Haspeler Brücke (“Einigungssymbol“).

Ihre größte Enttäuschung in 2018 für Ihren Bezirk?

Vitenius: Der Elberfelder „Lichtermarkt“ — und die Aussichten für die nächsten fünf Jahre ...

Gibt es ein Dauerprojekt in Ihrem Bezirk, bei dem Sie die Hoffnung fast schon aufgeben, dass da mal was draus wird?

Vitenius: Die Umgestaltung und Wiederbelebung des Karlsplatzes. Dabei wäre vielleicht Unterstützung denkbar auch für die Rathausgalerie. Unerledigt sind auch womöglich nach wie vor die nächtlichen Lärmprobleme im Luisenviertel.

Die Bezirksvertretungen kämpfen für mehr Rechte und Einfluss. In welchen Bereichen könnte das 2019 in Ihrem Bezirk wichtig werden?

Vitenius: Bei vielen Verkehrsproblemen und bei Bau- und Gewerbeprojekten,     bei der Gestaltung und Bewahrung von Spielplätzen und anderen, generell eben bei unseren bezirklichen Zuständigkeiten...

Haben Sie einen „Geheimtipp“, was man in Ihrem Bezirk unbedingt einmal machen, erleben oder besuchen sollte?

Vitenius: Die wundervollen (Aus-)Blickmöglichkeiten sowohl vom Norden her (vom Ölberg) als auch vom Süden her (Uni).

Buga, Pina Bausch-Zentrum, Seilbahn & Co.: Was könnte aus Ihrer Sicht Wuppertal in den nächsten Jahren nach vorne bringen?

Vitenius: Vor allem die Buga, aber natürlich auch das Pina-Bausch-Zentrum, Projekte mit völlig unterschiedlicher Ausstrahlung und Wuppertal-Werbung.     Für uns Wuppertaler wäre die Buga zuerst einmal „volksnäher“„ und für eine deutlich größere „Teilnehmerzahl“ eingerichtet, sie täte uns allen nachhaltig gut.

2019 feiert Wuppertal seinen 90. Geburtstag: Sehen Sie sich als    Wuppertaler oder eher Ihrem Bezirk zugehörig?

Vitenius: Ich sehe mich als Wuppertaler. Ich lebte gut drei Jahrzehnte in Unterbarmen, seither in Elberfeld, Schulbesuch in Elberfeld, Mutter stammte vom Ölberg, Vater vom Rott — alles eine perfekte Mischung, oder?