Bezirksbürgermeister Hasenclever hat den Radverkehr in Beyenburg und Langerfeld im Blick

Fragebogen 2019: Hasenclever hat Radverkehr im Blick

Fragebogen 2019: Der SPD-Politiker hofft, dass Projekte wie die Schwarzbachtrasse vorankommen.

. Der Fragebogen der WZ an die Bezirksbürgermeister zum neuen Jahr hat Tradition. Diesmal: Eberhard Hasenclever (SPD), Bezirksbürgermeister von Langerfeld-Beyenburg.

Was wird das Leuchtturmprojekt 2019 für Ihren Bezirk?

Eberhard Hasenclever: Ich freue mich auf den Abschluss der Umbau- und Sanierungsarbeiten Haus 1 (1. Bauabschnitt) zum neuen Stadtteilzentrum „Forum Langerfeld“ in der Gesamtschule Langerfeld. Die Maßnahme wurde in Zusammenarbeit mit dem Gebäudemanagement und dem Sozialdienst kath. Frauen e.V. errichtet. (Investitionsvolumen ca. 7 Mio. Euro) Die Veranstaltung findet am 27. März um 15 Uhr statt. Gleichzeitig begeht die Gesamtschule Langerfeld den 30. Geburtstag.

Auf welche Veranstaltungen freuen Sie sich im kommenden Jahr?

Hasenclever: Nach Auskunft des OB Mucke soll im Frühjahr nach vielen Jahren nach Bewältigung zahlreicher Probleme die Museumsbahnverbindung „Wupperschiene“ erstmals wieder Fahrt aufnehmen. Ich hoffe darüber hinaus, dass es der Wuppertalbewegung gelingt, die Schwarzbachtrasse bis Ende des Jahres für alle Nutzer zu eröffnen.

Ihre größte Enttäuschung in 2018 für Ihren Bezirk?

Hasenclever: Enttäuschungen sind vielfältig. Ein Beispiel hierfür die Sanierung der Schwelmer Straße. In den Jahren 2016/2017 wurden Kanalbaumaßnahmen für ca. 1,5 Mio. durchgeführt. Die Straßenausbaukosten (Deckenerneuerung) waren mit 700000 Euro im Bundesinvestitionsprogramm 2015 vorgesehen. Zu sehen ist davon nichts. Und so geht es weiter mit der Ehrenberger Straße. Auch bei zahlreichen Beschlüssen zum Thema Verkehrslenkung gibt es Probleme bei der Umsetzung.

Gibt es ein Dauerprojekt in ihrem Bezirk, bei dem Sie die Hoffnung fast schon aufgeben, dass da mal was draus wird?

Hasenclever: Ja, das Dauerprojekt heißt Geh- und Radweg „Lückenschluss“ L 527 – Beyenburger Straße, auch bekannt unter der Bezeichnung „Geh- und Radweg im Bereich der Firma Erfurt“. Hier hatte die WZ unter anderem berichtet, dass die Planung und der Bau des Radweges von Oberbarmen über Rauental, Öhder Straße nach Beyenburg bereits 1987 vor mehr als 30 Jahren begonnen hatte. Jetzt hat Straßen NRW unter anderem mitgeteilt, dass erste Planungen für den „Lückenschluss“ vorliegen und sich in der Prüfung befinden. 2019/2020 folgen endgültige Planungen + Ausschreibungen. Baubeginn ist voraussichtlich ab 2021.

Die Bezirksvertretungen kämpfen in ihrem Bezirk für mehr Rechte und Einfluss. In welchen Bereichen könnte das 2019 in Ihrem Bezirk wichtig werden?

Hasenclever: Der Landtag hatte vor Jahren das Landesgesetz, „die Gemeindeordnung“ geändert. Damals wurde eingefügt: Bezirksvertretungen sind zu bilden. Weitgehende Entscheidungsrechte wurden eingeräumt. Ich erwarte jetzt für die zehn Bezirksvertretungen und die 162 Bezirksvertreter, dass das Landesgesetzt eins zu eins in die Hauptsatzung übernommen wird. Nach den Gesetzen in der Gemeindeordnung sind die Aufgaben der Kommune in bezirkliche und überbezirkliche Aufgaben zu gliedern. Der Rat der Stadt und seine Ausschüsse sind für die überbezirklichen Aufgaben zuständig. Die Bezirksvertretungen sind für die bezirklichen Aufgaben zuständig. Von einer Klärung und Umsetzung dieser Fragen profitieren Bürger, Bürgervereine, Bürgerinitiativen und natürlich die Bezirksvertretungen für den jeweiligen Stadtbezirk.

Haben Sie einen „Geheimtipp“, was man in Ihrem Bezirk unbedingt einmal machen, erleben oder besuchen sollte?

Hasenclever: Besuchen Sie einmal das Kindermuseum in der Straße Beyeröhde.

Buga, Pina-Bausch-Zentrum, Seilbahn & Co.: Was könnte aus Ihrer Sicht Wuppertal in den nächsten Jahren nach vorne bringen?

Hasenclever: Ich bin persönlich für eine „Buga“ rund um die Wupper und nicht auf den Feldern im Westen der Stadt. Geh- und Radweg entlang der Wupper (siehe Verein „Neue Ufer“), Zahnradbahn oder Seilbahn zur Hardt in Elberfeld. Eine ähnliche Bahnverbindung durch die Barmer Anlagen zum Toelleturm. Weitere Ausstattung im Bereich der Hardt und den Barmer Anlagen. Zahlreiche Maßnahmen am Wupperufer. In Barmen Maßnahmen zwischen Fußgängerzone, Opernhaus und Engelszentrum. Einzelmaßnahmen in den Stadtbezirken und Quartieren der Stadt. Also Maßnahmen da, wo die Menschen heute leben und davon profitieren.

2019 feiert Wuppertal seinen 90. Geburtstag: Sehen Sie sich als Wuppertaler oder eher Ihrem Bezirk zugehörig?

Hasenclever: Ja, ich sehe mich als Wuppertaler. Aber ich lebe in Langerfeld und sehe die Probleme in den Stadtbezirken und Quartieren. Ich hoffe auf Verbesserungen in Heckinghausen im Quartier rund um die Heckinghauser Straße und um Verbesserungen im Stadtbezirk Oberbarmen, Quartier Wichlinghauser Straße - Schwarzbachstraße und auf Verbesserungen im Stadtbezirk Langerfeld, Quartier Spitzenstraße/Kohlenstraße.

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