Beyeröhde: Wuppertaler Häuser drohen einzustürzen

Sturm Eberhard : Beyeröhde: Häuser drohen einzustürzen

Ursache ist unbekannt. Sturm Eberhard hat für mehr als 170 Einsätze am Wochenende gesorgt. Zoo blieb an beiden Tagen geschlossen.

Das Risiko eines Einsturzes mehrerer Gebäude beschäftigt aktuell Einsatzkräfte und Experten von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Bauamt in der Straße Beyeröhde im Wuppertaler Stadtteil Langerfeld. Mehrere Häuser wurden bisher evakuiert, etwa 70 Bewohner wurden in Sicherheit gebracht und bei Bedarf durch den psychosozialen Dienst der Stadt betreut.

Experten der Feuerwehr, des Bauamtes und des Technischen Hilfswerks sowie ein angeforderter Experte des Geologischen Dienstes des Landes Nordrhein-Westfalen sind vor Ort und beraten über die Sicherung der Gebäude. Die Ursache für die Gebäudeschäden ist bisher unbekannt. Offenbar haben sich im Untergrund Hohlräume gebildet. Ob ein Zusammenhang mit dem Sturm besteht, mit einem Wasserrohbruch, den die Stadtwerke in dem Bereich registrierten oder mit dem Bergbau der ehemaligen Zeche Karl, deren Stollen sich in dem Gebiet noch im Untergrund befinden war gestern nicht bekannt.

Zunächst war am späten Nachmittag ein Notruf von Bewohnern eines der Häuser in der Beyeröhde in der Feuerwehrleitstelle eingegangen. Sie hatten ein verdächtiges Knacken des Hauses gehört und dann Risse festgestellt. Bei der folgenden Überprüfung wurden weitere Schäden an Nachbargebäuden festgestellt. Insgesamt wurden acht Gebäude (Stand 20.30 Uhr) evakuiert. Der betroffene Bereich wurde durch Polizei und Ordnungsamt gesperrt. Dort abgestellte Pkw wurden vorsorglich auf den Rewe-Parkplatz in der Nähe abgeschleppt. Für den morgigen Berufsverkehr werden Umleitungen ausgeschildert. Für Nachfragen evakuierter Bewohner hat die Stadt die Telefonnummer 563-66 60 eingerichtet.

Der Krisenstab der Stadt ist zusammengetreten. Oberbürgermeister Andreas Mucke befindet sich vor Ort.

Sturm Eberhard hat am Sonntag im Stadtgebiet für Dauereinsatz bei Feuerwehr und Polizei gesorgt. Laut Feuerwehr gab es bis zum späten Nachmittag 141 Einsatzstellen. Überwiegend handele es sich um umgestürzte Bäume, lose Teile von Fassaden sowie abgerissene Stromleitungen. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Feuerwehr sei mit zahlreichen Einheiten im Einsatz. Alle Freiwilligen Kräfte seien alarmiert. Unter anderem versperrte an der Uellendahler Straße/Kohlstraße ein umgestürzter Baum die Fahrbahn.

Bereits am Samstag musste die Feuerwehr 29 Mal ausrücken. Dabei handelte es sich zum größten Teil um Gefahrenäste/ -bäume sowie lose Dach- bzw. Fassadenteile. Auch an diesem Tag gab es glücklicherweise keine Verletzten.

Der Grüne Zoo Wuppertal blieb zur Sicherheit das ganze Wochenende über geschlossen. Der alte Baumbestand der Zoologischen Parkanlage ist besonders anfällig für solche Wetterlagen.

Die Organisatoren des Handwerker-Marktes im Barmer Zentrum hatten aufgrund der Sturmwarnungen für den Sonntag ihre Veranstaltung um einen Tag verkürzt.

(Red)
Mehr von Westdeutsche Zeitung