Betrug beim Geldziehen: 100 Opfer

Betrug beim Geldziehen: 100 Opfer

Ostern spähten die Täter EC-Karten aus und räumten dann Konten leer.

Durch Manipulation an einem Geldautomaten (Skimming) in der Filiale der Dresdener Bank am Kasinokreisel haben Betrüger laut Kripo am Osterwochenende Daten von EC-Karten ausgespäht und dann reihenweise Konten leergeräumt. Wie die Polizei bestätigt, beläuft sich die Schadenssumme auf einen knapp sechsstelligen Betrag. Man gehe von etwa 100 Opfern aus, hieß es gestern seitens der Kripo.

Die Polizei hat den Betrug so rekonstruiert: Die Betrüger kamen wahrscheinlich am frühen Morgen des Ostersamstags, montierten an einem der beiden Geldautomaten im Foyer der Filiale eine Videokamera samt Speicher und bauten vor dem Karteneinschub ein Lesegerät auf. Die Veränderungen am Geldautomaten fielen offenbar keinem der Kunden auf. Irgendwann am Abend kamen die Täter zurück und entfernten ihre Geräte - erneut blieben sie dabei unentdeckt. Danach machten sie sich mithilfe der ausgespähten und der gefilmten Geheimnummern daran, Geld abzuheben - in Einzelfällen bis zu 3000 Euro. Ein Sprecher der Bank bestätigte gestern, dass den Skimming-Opfern das verlorene Geld in voller Höhe erstattet wird.

Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Wie berichtet, gilt Wuppertal als Hochburg der Skimming-Masche. Zeugenhinweise nimmt die Kripo unter Ruf 2840 entgegen.

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