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Besuch des Erzbischofs – „Freudentag für unser Herz“

Besuch des Erzbischofs – „Freudentag für unser Herz“

Joachim Kardinal Meisner predigte in der Kirche St. Laurentius vor hunderten gläubiger Wuppertaler

Wuppertal. Es herrschte Aufregung in der Kirche St. Laurentius. Joachim Kardinal Meisner, Kölner Erzbischof, besuchte Wuppertal, und mit einem Pontifikalamt eröffnete er die Kirche nach fast zwei Jahren Renovierungszeit - hunderte Wuppertaler waren zu diesem Festakt gekommen.

Davon, wie sie dem Kardinal höchstpersönlich den Weg weisen und ihm bei der Eucharistiefeier, in der er die Weihesakramente spendete, dienen durften, werden die Messdiener wohl noch ihren Enkeln erzählen. Gekleidet mit einem goldenen Gewand, den Bischofsstab in der Hand, schritt Meisner vom Nebengebäude in die Kirche. Dabei nickte er den wartenden Gläubigen zu. Ein kleines Mädchen, das vor dem Hauptportal wartete, lächelte er an, drückte ihr die Hand.

Kardinal Meisner wirkte volksnah, als er in der Kirche die "Brüder und Schwestern" im "Festsaal Gottes", wie er ihn nannte, begrüßte.

"Die Laurentiuskirche in Ihrer schönen Stadt Wuppertal ist ein Stückchen Himmel auf Erden", wand sich der Kölner Erzbischof in seiner Predigt persönlich an die Gläubigen. Dabei ging er auf das Fundament des katholischen Glaubens ein: Taufbecken und Altar. Er erinnerte an die Zeit, in der er aufgrund von Repressionen in seiner ostdeutschen Heimat selten die Eucharistie feiern konnte. Dieses Schicksal teilte die Gemeinde St. Laurentius - allerdings nur während der Renovierungsphase. Für Kardinal Meisner ist, wie er mitteilte, die Laurentiuskirche das "Herz Wuppertals".

Auffällig war, dass Kardinal Meisner den Kontakt zu den Menschen suchte. Er sprach die Katholiken auf den Stehplätzen an, während er durch das Haupt- und Seitenschiff schritt, um die Gemeinde zu segnen.

Für Oberbürgermeister Peter Jung war der Besuch des Kardinals "eine große Ehre für die Stadt". Während des NRW-Besuchs der Queen hatte er den Kölner Erzbischof kennengelernt.

Auch für die Wuppertaler Franziskaner-Schwestern Anic und Lisa, die ursprünglich aus Indien stammen, stand nach der Eröffnung fest: "Heute ist ein Freudentag für unser Herz."