Bergisches Land: Bund plant 100 zusätzliche Lkw-Parkplätze an der A1

Rastplätze : 100 zusätzliche Parkplätze für Lkw an der A1 geplant

Zwischen den Kreuzen Leverkusen und Wuppertal-Nord an der A1 sollen zwei neue Rastplätze entstehen. Das soll vor allem für Lkw-Fahrer Entlastung bringen.

Es ist noch Zukunftsmusik, wird aber für Lkw-Fahrer eine spürbare Entlastung bedeuten: Zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen und Wuppertal-Nord sollen zwei zusätzliche Rastplätze angelegt werden, einer pro Fahrtrichtung, genannt „Bergisches Land Ost“, beziehungsweise „Bergisches Land West“. Sie sollen insgesamt 100 Stellplätze für Lkw bieten. Das bestätigt die Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH), eine Projektmanagementgesellschaft für Verkehrsinfrastrukturprojekte. Aktuell werde nach geeigneten Grundstücken entlang der Autobahn gesucht, heißt es von der Deges.

Lkw-Parkplätze an der Strecke sind überlastet

Das Verkehrsaufkommen auf dem „Ruhrtangente“ genannten Autobahnabschnitt, der den Großraum Köln mit dem östlichen Ruhrgebiet verbinde, sei hoch, erläutert die Deges. Das hätten unter anderem Zählungen durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (Bast) sowie durch die Deges selbst in den Jahren 2008, 2010 und 2018 ergeben.

Die Parkplätze entlang dieser Strecke seien besonders in den Abendstunden dauerhaft überlastet. Zudem seien viele der bestehenden Lkw-Stellplätze auf diesem Abschnitt zu klein für moderne Lkw.

Außer den Lkw-Parkplätzen soll es auch jeweils 20 bis 30 Pkw-Stellplätze pro Rastplatz geben, zudem Toiletten. Vorgesehen sind einfache Anlagen mit je einem behindertengerechten WC, das Männer und Frauen nutzen können, einem Standard-WC für Frauen sowie zwei Urinalen. Eine weitere Bewirtschaftung sei aber nicht geplant.

Die Kosten stehen noch nicht fest, da die eigentliche Planung noch nicht begonnen hat. Erfahrungsgemäß, so die Auskunft der Deges, lägen die Kosten bei etwa fünf bis acht Millionen Euro pro Anlage. Das werde vom Bund getragen.

Derzeit werden mögliche Standorte analysiert

Aktuell hat das Unternehmen einen Planungsauftrag für eine Standortuntersuchung. Diese erfolge nach festgelegten Empfehlungen des Bundesverkehrsministeriums, beziehe funktionale, verkehrliche, umweltbezogene und wirtschaftliche Anforderungen mit ein. Mehrere Flächen würden verglichen, dann eine Vorzugsvariante ermittelt. Eine Entscheidung werde erst dann getroffen, wenn die Ergebnisse der Detailuntersuchung vorliegen.

Anschließend begännen die Abstimmungsgespräche mit dem Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und mit dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur. Wann die Parkplätze tatsächlich fertig sein werden, dazu wollte Deges keine Aussage treffen.

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