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Bergisches Gesundheitsamt: Stadt spart 200.000 Euro

Bergisches Gesundheitsamt: Stadt spart 200.000 Euro

Wuppertal, Solingen und Remscheid kooperieren. Impfungen und Einschulungsuntersuchungen sind weiter Sache der einzelnen Kommunen.

Wuppertal. Die Gesundheitsämter in Wuppertal, Solingen und Remscheid werden ab April 2012 in verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten. Dafür sind einige Arbeitsfelder wie etwa die Leichenschau, die Arzneimittelüberwachung, die Zahnuntersuchungen und die Beratung bei übertragbaren Krankheiten zwischen den Städten aufgeteilt worden. Die Aids-Beratung und die jugendzahnärztlichen Untersuchungen werden von der jeweils neu verantwortlichen Kommune organisiert aber weiterhin vor Ort angeboten.

Die Zusammenarbeit soll insgesamt zu einer Einsparung von rund 420.000 Euro führen, 210 000 Euro davon entfallen für Wuppertal. Die Steuerungsgruppe Bergische Zusammenarbeit hatte zuvor eine Einsparerwartung von 400.000 Euro formuliert. Alle drei bergischen Großstädte befinden sich in der Haushaltssicherung. „Die Kerngeschäfte des Gesundheitsamtes bleiben von der Zusammenarbeit weitgehend unberührt“, sagt Dr. Jörg Rieger, Leiter des Wuppertaler Gesundheitsamtes.

So ist jedes Amt weiter allein für den kinder- und jugendärztlichen Dienst, die amtsärztlichen Dienste, den sozialpsychiatrischen Dienst und den Bereich Umweltmedizin, Hygiene und Infektionskrankheiten verantwortlich. Das bedeutet zum Beispiel auch, dass im Fall einer ausbrechenden Infektionskrankheit, wie etwa der Schweinegrippe, die jeweiligen Maßnahmen weiter vor Ort gesteuert werden.

Auch die Einschulungsuntersuchungen und die Grippeschutzimpfungen finden in der jeweiligen Kommune statt. Rieger: „Dauerhaft wird es durch die Zusammenlegung keine Qualitätsminderung geben.“ Zu Anfang könne es aber Koordinationsprobleme geben.

Im Wuppertaler Gesundheitsamt arbeiten 66 Mitarbeiter (50 Vollzeitstellen). Im Zuge der Kooperation werden vier Stellen wegfallen, die den Großteil der Einsparungen ausmachen. Die betroffenen Mitarbeiter scheiden entweder altersbedingt aus oder wechseln in andere Arbeitsbereiche der Verwaltung.

Aus dem Bereich Jugendzahnmedizin werden zwei Mitarbeiter aus Solingen nach Wuppertal abgeordnet. Sie sind aber parallel in den Schulen vor Ort tätig. Außerdem wechseln die Amtsapothekerin und eine Zahnarzthelferin von der Stadt Remscheid zur Stadt Wuppertal.

Nach Angaben des zuständigen Beigeordneten Harald Bayer (Grüne) sei es denkbar, dass in einigen Jahren weitere Schritte der Zusammenarbeit anstehen. Derzeit werde die Detailplanung für die Zusammenarbeit geplant. Bis Ende des Jahres sollen die Mitarbeitergespräche geführt werden.