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Bergische Köche im Wettstreit

Bergische Köche im Wettstreit

Koch-Event: Am 15. Juli tritt die bergische Koch-Elite in der VillaMedia zum "Cooking Battle" an.

Wuppertal. "Man sieht so viele Köche im Fernsehen, die die unglaublichsten Sachen zubereiten. Warum sollen wir das nicht auch tun?", fragt Herbert Lorenz. Dazu hat der Bayer, der seit 30 Jahren am Brill ein Restaurant sein Eigen nennt, jetzt Gelegenheit: Beim Cooking Battle trifft die Hautevolee bergischer Kochkunst aufeinander.

Das Konzept dieses Events ist simpel: Pro Show tritt ein renommierter Maitre aus dem Bergischen an und versucht Publikum und Jury von seinen Künsten im Laufe eines viergängigen Menüs zu überzeugen. Das macht er nicht heimlich hinter verschlossenen Türen - was auch immer er schnippelt, flambiert, anbrät und in sonst geheimnisumwobenem Ritual abschmeckt, all das wird vor den Augen der Gäste in Szene gesetzt.

Fünf Kameras und neun Beamer machen es in der VillaMedia, wo der Startschuss zum Cooking Battle am 15. Juli fällt, auf insgesamt 120 Quadratmetern Leinwand möglich.Diente Kochen in alten Zeiten der Zubereitung von Speisen zur schnöden Nahrungsaufnahme, mutierte das Gewerbe längst zur großen Show.

TV-Formate wie "Kerner kocht" finden große Resonanz. Aber anders als beim Fernsehonkel Kerner soll es beim von VillaMedia-Chef Jörg Heynkes erdachten Battle nicht nur einigen wenigen Gästen vorbehalten sein, mal ein Häppchen zu naschen. Parallel zur großen Bühnenshow arbeitet hinter den Kulissen die emsige Kochbrigade des jeweiligen Maestros, um für jedermann Gutes zu zaubern. Und hinterher stimmen alle ab, ob das nun Top oder ein Flop war. Unter allen Köchen ist eigentlich keiner, der als Artist am Herd seine Entertainerqualitäten bislang wirklich unter Beweis gestellt hat.

Außer Walter Stemberg, der bereits über 1000 Kochsendungen auf dem Buckel hat.Dennoch ist niemand aufgeregt. Wolfgang Schmitz, der den Auftakt als Frontcooker an Tiegeln und Töpfen macht, zuckt gelassen die Schultern: "Solange ich nur kochen muss, sollte das kein Problem sein". Mit einem stummen Vor-sich-Hinkochen wird es aber nicht getan sein. Wie es Tim Mälzer bei seiner gigantischen Koch-Tour vorgemacht hat, sollen zum Einen Gäste mit auf die Bühne gebeten werden, um hier und da zu helfen.

Zum Anderen gibt es eine Moderatorin, die den emsigen Zubereitern durch schlaue Fragen Kniffe entlocken will. "Ich freue mich schon auf die Show", erklärt Moderatorin Yvonne Peterwerth nicht uneigennützig. "Sicher kann ich mir einige Tricks abgucken. Bislang klappt das bei mir mit dem Kochen nämlich nicht so gut." Bis zum finalen Showdown im Sommer 2009, wenn der Sieger des Cooking Battles ermittelt wird, hat sie nun zwölf Folgen Zeit, sich Grundkenntnisse anzueignen.