Beim Wuppertaler Bierfest steht der Genuss im Vordergrund

Veranstaltung : Beim Bierfest steht der Genuss im Vordergrund

Mehr als 150 Biere werden noch bis Sonntag auf dem Johannes-Rau-Platz ausgeschenkt.

Zwei Schläge benötigte Bürgermeisterin Maria Schürmann (CDU), um das 20-Liter-Fass anzuschlagen und damit das Bierfest auf dem Johannes-Rau-Platz zu eröffnen. Richard Hubinger (Brauhaus), Wuppertals oberster Brauherr, fing den schäumenden Gerstensaft in mehreren Gläsern auf und reichte ihn an Offizielle wie Initiator Thomas Helbig, Geschäftsführer der ISG Barmen/Werth, den ISG-Vorsitzenden Oliver Alberts, Original Paul Decker und Wolfgang Jarisch von der Stadtsparkasse weiter. Die ließen es sich nach einem herzhaften „Prost“ schmecken und informierten sich über das flüssige Angebot rund um die Biergartentische auf dem Rathausvorplatz.

Zwar ist das Brauhaus mit Wupper Hell, Dunkel, Rotem und Weizen vertreten, doch der Stand mit den belgischen Bieren hat gleich 50 verschiedene Sorten (darunter auch die vielversprechend klingende Spezies „Delirium tremens“) auf der Getränkekarte stehen. Vom eher bescheidenen Alkoholgehalt mit fünf Prozent bis zum „Bush Ambree“, bei dem man bei zwölf Prozent schon ein wenig aufpassen muss, will man anschließend den Werth geradewegs in würdiger Haltung passieren. „Aber ich habe auch alkoholfreie Fruchtbiere“, vespricht der belgische Gastgeber Albert Brüll.

Passende Musik bildet
das Rahmenprogramm

Natürlich ist auch Bayern mit seinen Brau-Spezialitäten vertreten. So durch den Organisator Bernd Nimz, der zwar Baden-Württemberger ist, aber dennoch das König Ludwig Bier in den Varianten Hell und Weizen anbietet. Nimz ist bundesweit unterwegs und war zuletzt in Potsdam. „Da herrschten rund 40 Grad. Da kamen die Menschen erst am späten Abend“, berichtet der Bier-Reisende über die nur mäßigen Umsätze in Brandenburgs Hauptstadt. Da waren die Temperaturen am Freitag in Höhe von knapp mehr als 20 Grad vor dem Rathaus konsumfreudiger, und allmählich füllten und leerten sich in flotter Reihenfolge die 0,3 und 0,4 Gläser mit dem edlen bayerischen Gebräu.

Das wurde auch am Stand des Gräflichen Hofbräuhauses Freising ausgeschenkt und erfreute sich wie auch das (fast) hiesige Früh-Kölsch wachsender Beliebtheit. „Dieses Bierfest soll kein großes Besäufnis werden, sondern an drei Tagen ein Treffen für Genießer sein“, berichtet Thomas Helbig, der mit einem Karussell, Ständen für rustikale Speisen und alkoholfreien Getränken für eine Familienfest-Atmosphäre gesorgt hatte.

Da fröhlicher Trank und flotte Musik bekanntlich zusammen gehören, beginnt das Bierfest am Samstag und am Sonntag zum Frühschoppen um 11 Uhr mit Live-Musik, die am Samstag um 24 Uhr und am Sonntag um 20 Uhr jeweils mit der letzten Runde Flüssigem ausklingen soll.

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