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Bei der Neugestaltung des Werth mitreden

Bei der Neugestaltung des Werth mitreden

Offene Planungswerkstätten sollen Bürger und Akteure vor Ort einbinden. Die Bezirksvertretung berät heute über Antrag.

Barmen. Es ist das Pendant zur „Qualitätsoffensive Innenstadt“ in Elberfeld: Auch der Werth im Barmer Zentrum soll neugestaltet werden. Erste Aktionen haben bereits stattgefunden, zum Beispiel das Pflasterkonzept für die Schuchardstraße. In Zukunft sollen aber auch vermehrt die Barmer und ihre Ideen eingebunden werden.

In einem Antrag, über den heute Abend, 18 Uhr, die Bezirksvertretung (BV) Barmen berät, heißt es unter anderem: „Mit Hilfe von offenen Planungswerkstätten sollen mehrere Planungsteams damit beauftragt werden, unter Beteiligung der Bürgerschaft und lokalen Akteuren ganzheitliche Entwurfsvorschläge für den gesamten öffentlichen Raum zu erarbeiten.“ Letztendlich entscheiden wird über den Antrag der Ausschuss für Stadtentwicklung am kommenden Donnerstag.

„In Barmen muss etwas passieren“, ist auch Detlef-Roderich Roß (SPD), der stellvertretende Bezirksbürgermeister überzeugt. Um eine qualifizierte Grundlage für die Neugestaltung der Fußgängerzone zu schaffen, soll ein europaweites Wettbewerbsverfahren ausgelobt werden, wie es der Antrag formuliert — alles soll im Rahmen der Qualitätsoffensive Barmen und auf Grundlage des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) Barmen Innenstadt umgesetzt werden. Ende 2019, so ist geplant, soll damit begonnen werden.

Ein weiteres Thema in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung in diesem Jahr ist auch die Verkehrssituation am Kreisel Lichtscheider Straße/Böhler Weg/ Müngstener Straße. Gerade zur „Rush Hour“ gebe es dort immer wieder Verkehrsprobleme, weiß Roß aus eigener Erfahrung. Mit dem Ausbau der L 419 sieht er weitere Schwierigkeiten.

Wenig Diskussionsbedarf sieht Roß beim Tagesordnungspunkt 5. Es geht um die Genehmigung des Christopher Street Day im kommenden Jahr. Der Verein „Wupperpride“ hat die Veranstaltung für den 9. Juni 2018 wie schon in den Vorjahren auf dem Johannes-Rau-Platz geplant. Roß geht davon aus — ohne der Sitzung heute Abend vorgreifen zu wollen — dass seitens der BV keine Bedenken bestehen werden.

Kulturdezernent Matthias Nocke wird heute Abend die Planungen für das Engelsjahr 2020, zum 200. Geburtstag des berühmten Barmers, vorstellen.

Die BV stimmt über die Vergabe der freien Mittel ab. Anträge gibt es unter anderem vom Bürgerverein Hatzfeld für seinen Kinderspielplatz und vom Nordstädter Bürgerverein für die Veranstaltung „Musik im Nordpark“.

Außerdem diskutieren die Bezirksvertreter heute über das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der L 419 zwischen Lichtscheid und Erbschlö (1. Bauabschnitt) und die Neuorganisation des Schiedsamtswesens in Wuppertal. Wie berichtet, werden einzelne Bezirke aufgelöst bzw. mit anderen zusammengelegt.