Bayer und Küpper sollen an Elberfelder Heizkraftwerk interessiert sein

Stadtentwicklung : Heizkraftwerk kurz vor dem Verkauf

Im März soll feststehen, welcher der drei Interessenten den Zuschlag erhält. Ob der Schornstein stehen bleibt, ist noch offen.

Für das im vergangenen Jahr stillgelegte Heizkraftwerk an der Kabelstraße in Elberfeld sind noch drei Interessenten im Rennen. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke wird im März darüber entscheiden, wer den Zuschlag bekommt - und damit darüber, was mit dem alten Heizkraftwerk passiert, das im vergangenen Juli vom Netz ging.

Laut Radio Wuppertal sind zwei der Interessenten die Bayer AG und die Arrenberger Entwicklungsgesellschaft Küpper.

Die Ausschreibung für den Kauf des Heizkraftwerks lief offiziell bis Ende September letzten Jahres. Kaufinteressenten konnten sich für eine von zwei Varianten entscheiden. Variante A sieht den Kauf des Geländes inklusive aller Gebäude und Anlagen vor. „Je nach weiterer Nutzungsart des Grundbesitzes können vorhandene Gebäude entkernt und anderweitig genutzt, ganz oder teilweise entfernt werden. Der für Wuppertal-Elberfeld stadtbildprägende Schornstein könnte erhalten bleiben“, schreiben die WSW in der Ausschreibung. Ein Umbau oder Teilabriss sei kein Problem, weil kein Denkmalschutz bestehe. Für diese Variante sollen mindestens 760 000 Euro fällig werden.

Variante B sieht einen Kauf des Geländes ohne das Kraftwerk vor. „Hierbei wird der Rückbau in Eigenregie und nach Absprache mit dem Käufer auf Kosten der Eigentümerin erfolgen“, teilen die WSW in der Ausschreibung mit. Auch ein Teilabriss sei in diesem Fall denkbar, wobei der 198 Meter hohe „stadtbildprägende Schornstein“ erhalten bleiben könnte. Eine Nutzung des Geländes wäre nach dem Abriss etwa im Jahr 2022 möglich, schätzen die WSW. Für Variante B sollen mindestens 4,5 Millionen Euro fällig werden.

(Red)
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