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Bayer-Technikum: Der Rohbau steht

Bayer-Technikum: Der Rohbau steht

Nach einem Jahr kann nun der Innenausbau des 35-Millionen-Projektes von Bayer beginnen. Ende 2012 soll alles fertig sein.

Wuppertal. Noch erfordert viel Vorstellungskraft, bei der Besichtigung des Rohbaus an der Friedrich—Ebert-Straße das neue Technikum für Zellbiologie vor Augen zu haben. Die Wände sind hochgezogen, die Glasfassade ist angebracht, aber ansonsten sind die Arbeiten zur Fertigstellung des 35-Millionen-Projekts von Bayer noch im vollen Gange. Planmäßig ist der Rohbau nach einem Jahr Bauzeit abgeschlossen, bis Ende 2012 erfolgt nun der Innenausbau. Dafür werden auf einer Gesamtfläche von 5000 Quadratmetern, die sich über fünf Etagen erstrecken, Labore und Produktionsanlagen errichtet.

Im neuen Technikum sollen biotechnologische Wirkstoffe produziert werden. Von Wuppertal aus machen sich diese auf den Weg zu klinischen Prüfungen. Geht alles glatt, kommen sie auf den Markt. Dabei handelt es sich um sogenannte Biologika, die gezielt bei der Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt werden sollen. „Das ist zweifelsohne der Zukunftsmarkt der Pharmaindustrie und wir sind damit hier gut aufgestellt“, macht Standortleiter Klaus Jelich deutlich. Die Entscheidung für Wuppertal fiel vor allem aufgrund des Know-Hows und der Anbindung zur benachbarten Chemischen Entwicklung.

21 Mitarbeiter sollen nach Fertigstellung des Gebäudes dort tätig sein, insbesondere werden dort bei Bayer Ausgebildete eingesetzt und geschult, erklärt Hans-Dietrich Hörlein, Leiter der Biotechnologischen Entwicklung bei Bayer Health Care.

Erfreulich sei das Signal, das damit nach außen, aber auch an die Mitarbeiter gesendet wird: „Es ist das erste Mal seit gut zehn Jahren, dass in ein neues Gebäude investiert wird“, macht Jelich deutlich. Dabei ist das Technikum als Mehrzweckanlage ausgerichtet: Es können viele verschiedene Wirkstoffe hergestellt werden.

Wann sich die Millionen-Investition rechnet, ist schwer zu sagen. „Man kann hier natürlich nicht mit einer klassischen Verlust-Gewinn-Rechnung arbeiten. Es kann fünf bis sechs Jahre dauern, bis ein Wirkstoff tatsächlich auf den Markt kommt. Andere überstehen die Testphase gar nicht“, macht Hans-Dietrich Hörlein deutlich.