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Baustellen: Ärger an der Lärmschutz-Front

Baustellen: Ärger an der Lärmschutz-Front

Sowohl an der A 1 also auch an der A 46 gibt es Probleme beim Bau der millionenschweren Schutzwände.

Wuppertal. Sie gehören zu Wuppertals Dauerbaustellen, sorgen für Staus und Engpässe - und sind in den betroffenen Stadtteilen seit Jahren ein Thema: Die Arbeiten am Lärmschutz entlang der A1 und A 46 erweisen sich als Projekte mit Ecken und Kanten. Nach Lieferproblemen am Sonnborner Kreuz droht nun auch im Wuppertaler Osten Ungemach: Im Abschnitt Langerfeld sind Schutzwand-Fundamente zu niedrig geplant worden - und müssen nachträglich aufgestockt werden.

Wie berichtet, hakt es seit Monaten auf der Lärmschutzbaustelle Sonnborn. Hintergrund ist eine juristische Auseinandersetzung mit einer Baufirma, die zunächst für die noch ausstehenden Schutzwände zuständig war. Wann die letzten Baulücken dort geschlossen werden, ist nach wie vor offen: "Wir hoffen aber, dass die Arbeiten am Sonnborner Kreuz noch in diesem Sommer abgeschlossen werden können", erklärt Olaf Wüllner vom Landesbetrieb Straßen auf WZ-Nachfrage.

Wüllner ist als Bauleiter auch für die jetzt anstehende Großbaustelle zwischen Sonnborn und Katernberg zuständig: Sie wird derzeit eingerichtet und voraussichtlich bis Frühjahr 2009 dauern. In Fortsetzung des Lärmschutzes am Sonnborner Kreuz werden im Bereich Dorpweiher und Katernberger Straße Lärmschutzarbeiten in Angriff genommen. Wie Wüllner berichtet, sollen auch die beiden Autobahnbrücken Varresbecker Straße und Otto-Hausmann-Ring auf Vordermann gebracht werden. Vorgesehen ist, die Autobahnbrücke über den Otto-Hausmann-Ring mit lärmmindernden Übergängen zu versehen: Anstatt einer Schwelle auf der Autobahn gibt es zwischen Brücke und Straße bald Metallplatten als ebenerdigen Übergang. Das soll verhindern, dass Lkw über den Übergang donnern.

Gut sechs Meter sind die Lärmschutzwände hoch, die im Abschnitt Dorpweiher in Fahrtrichtung Hagen installiert werden und auch den großen Erdwall einbeziehen. In Fahrtrichtung Düsseldorf werden laut Wüllner bestehende Schutzwände entfernt und durch neue ersetzt. Fest steht schon jetzt, dass die Nutzer der A 46 im Baustellenbereich in den nächsten Monaten auf provisorische Verkehrsführungen einstellen müssen - die Teilsperrungen in dieser Woche sind nur ein Vorgeschmack.

Nach der monatelangen Diskussion um den umstrittenen Lärmschutz auf und an der A46 im Bereich Mirker Höhe will der Landesbetrieb dort nachbessern. Wie berichtet, sind Fahrbahn- und Übergangsarbeiten vorgesehen, die die Lärmbelastung eindämmen sollen. Ein Austausch der Schutzwände selbst ist nach wie vor aber nicht geplant.

Auf WZ-Nachfrage heißt es beim Landesbetrieb, dass derzeit noch interne Gespräche zu den Nachbesserungen geführt werden. Nach einer Ausschreibung in den nächsten Wochen wird ein Baustart im Herbst, frühestens im Oktober, angepeilt.

Für Kritik sorgen die Lärmschutzarbeiten vor allen Dingen aber an der A 1 in Langerfeld. In Höhe der Brücke Ehrenberg gibt es Probleme mit zu knapp dimensionierten Fundamenten für die Schutzwände im Bereich Wulfeshohl: Sie müssen nachträglich um 1,35 Meter aufgestockt werden. Ursache ist nach Angaben des Landesbetriebs ein interner Berechnungsfehler, den man durch eine Erhöhung der Fundamente jetzt ausgleichen müsse.

Ursprünglich war geplant, die Arbeiten am Lärmschutz Grumberg und Wulfeshohl Ende August / Anfang September zu beenden - jetzt ziehen sich die Arbeiten voraussichtlich bis in den Herbst, berichtet Frank Theissing vom Landesbetrieb in Essen auf WZ-Nachfrage. Über die Mehrkosten lasse sich noch keine Aussage treffen.