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Verkehr: Baustelle auf der B7 dauert bis Dezember

Verkehr : Baustelle auf der B7 dauert bis Dezember

Die Straßenfüllung aus der Nachkriegszeit bereitet den WSW Probleme.

Vor einem Jahr eröffnet, ist die B7 wieder zur Engstelle für Auto- und Radfahrer in Höhe des Schauspielhauses geworden. Seit Ende August erneuern die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) auf der Bundesallee zwischen Wupperstraße und Kosice-Ufer eine Gas-Hochdruckleitung.

Vom Hauptbahnhof kommend bietet sich Verkehrsteilnehmern derzeit wieder ein Baustellenpanorama. Auf über 160 Metern ist die Straße aufgerissen und in der Folge der rechte Fahrstreifen gesperrt. Auch die Bushaltestelle muss ausweichen.

„Die Gashochdruckleitung war an der Stelle schadhaft und musste erneuert werden“, begründet Sascha Burghoff von den WSW die Maßnahme. „Ursprünglich war geplant, die Arbeiten bis Ende Oktober abzuschließen.“ Dass dieser Zeitplan nicht mehr einzuhalten sei, hat laut Burghoff zweierlei Gründe. „Zum einen hat uns der Handwerkermangel einen Strich durch den Zeitplan gemacht. Bis wir überhaupt einen spezialisierten Rohrbauer gefunden haben, hat es länger gedauert als gewöhnlich“, führt Burghoff an. Doch die größte Verzögerung ergab sich zweitens aus historischen Gründen: „Nach dem Krieg wurde unter der B7 billigster Bauschutt verwendet. Wir kriegen die Stelle nun nicht mehr mit gewöhnlichen Materialien dicht und müssen zum ersten Mal Flüssigsand einsetzen“, führt Burghoff aus. Der Spezialsand wurde Donnerstag geliefert und wird heute an die Stelle gebracht. Der Sand „verdichtet den Baugrund bis in die letzten Winkel und muss bis zu 28 Tage einziehen. Erst danach kann der Straßenbau anrücken.“

Für die Autofahrer auf der B7 bedeutet das erstmal eine Verlängerung der Einschränkungen: „Wir planen, bis spätestens Mitte Dezember fertig zu werden“, so Burghoff. „Wir kommen nun auch langsam in die schwierigen Witterungsphasen. Das kann den Zeitplan unter Umständen noch mal verändern.“

Die Stadtwerke haben eine Umleitung eingerichtet

Die wohl größte Einschränkung für Autofahrer: Das Abbiegen auf die Wupperstraße in Richtung Barmen, um auf den Hofkamp zu gelangen, ist während der Sperrung nicht möglich. Die WSW schlagen eine Umleitung über die Haspeler Straße vor. In der Gegenrichtung können Autofahrer, die von der Wupperstraße in Richtung Barmen unterwegs sind, über den Hofkamp und die Haspeler Straße die Sperrung umfahren.

Auch Busfahrer müssen auf eine Ersatzhaltestelle an der Kluse ausweichen. Die Haltestelle wurde 100 Meter vorverlegt und befindet sich nun direkt vor dem Kino. Der Betrieb der angrenzenden Geschäfte ist indes nicht eingeschränkt. „Die Baustelle hat keine Auswirkungen auf den Betrieb des Kinos“, teilt Lina Dammer vom Cinemaxx mit.