Baumschutzsatzung: Haus und Grund kritisiert Politik in Wuppertal

Wuppertal : Baumschutzsatzung: Haus und Grund kritisiert Politik

Verein: CDU und Grüne misstrauen privaten Haus und Grundstückseigentümern.

Das Vorhaben von Grünen und CDU in Wuppertal, nach mehr als einem Jahrzehnt wieder eine sogenannte Baumschutzsatzung einzuführen, ruft bei Haus und Grund Wuppertal Unverständnis und große Verärgerung aus. „CDU und Grüne bringen damit zum Ausdruck, wie groß ihr Misstrauen gegenüber privaten Haus und Grundstückseigentümern ist“, schreibt der Vorsitzende Hermann Josef Richter in einer Stellungnahme. „Unsere Stadt ist in den Jahren ohne diese Satzung grüner mit deutlich mehr Bäumen geworden. Viele Grundstückseigentümer haben Unmengen an Bäumen gepflanzt. Die uns nun kontrollieren wollende Stadt Wuppertal hat viele Bäume aus unterschiedlichen Gründen gefällt“, so Richter weiter. Genügend Personal für vielfältige Aufgaben — vom Einwohnermeldeamt bis zur raschen Erteilung von Wohnungsbaugenehmigung — sei angeblich nicht vorhanden. „Hier aber wird zusätzlicher Personalaufwand eingesetzt, um Bürger bei denen von Ihnen gepflanzten Bäumen zu überwachen.“

Die falsche, aber verständliche Reaktion könnte sein, glaubt Richter, dann erst gar keine Bäume mehr zu pflanzen. Dass die CDU sich nicht scheue, mit Hilfe der Linken sich eine Mehrheit im Rat für die Baumschutzsatzung zu verschaffen, lässt tief blicken. „Die Baumschutzsatzung ist kontraproduktiv. Ich appelliere nachhaltig an die CDU von der Gängelung der Wuppertaler Haus und Grundeigentümer abzusehen. Wir sind es, die Wohnungen, Häuser und Grundstücke pflegen“, so Richter abschließend. Red

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