1. NRW
  2. Wuppertal

Bauernmarkt: Kartoffelkönigin und Fohlentaufe

Bauernmarkt: Kartoffelkönigin und Fohlentaufe

Am 7. und 8. September verkaufen Wuppertaler Landwirte ihre Produkte.

Vohwinkel. Der Bauernmarkt auf dem Lienhardplatz am 7. und 8. September verspricht ein abwechslungsreiches Programm. Bereits zum 16. Mal werden Wuppertaler Landwirte ihre Produkte verkaufen. „Wir Bauern bieten verschiedene Produkte an“, sagt Maria Schürmann, Sprecherin der Landwirte Wuppertal. So werden beispielsweise Obst, Gemüse oder Käse verkauft.

Maria Schürmann, Landwirtin und Sprecherin der Landwirte Wuppertal

Die Preise für die Produkte sind teurer als im Supermarkt, aber „sind qualitativ auch nicht mit den Produkten zu vergleichen“, sagt Landwirt und Organisator des Bauernmarktes Martin Dahlmann. Wenn die Produkte nicht auf dem jährlichen Bauernmarkt verkauft werden, bieten die Landwirte diese ihren Hofläden, auf Märkten oder vereinzelt in Einzelläden an. „Der Bauernmarkt soll die Aufmerksamkeit auf uns Landwirte lenken“, erklärt Maria Schürmann.

Für einen guten Zweck verkaufen die Landfrauen Neviges Blumensträuße. Der Erlös geht an Bauern aus Ostdeutschland, die Opfer der Jahrhundertflut wurden. Neben den Verkaufs- gibt es auch Infostände: So klärt das Ressort Umweltschutz der Stadt Wuppertal über „Pflanzen mit Migrationshintergrund“ auf. „Diese Pflanzen erschweren die Arbeit der Landwirte oder sind teilweise giftig“, erklärt Henrike Mölleken, Abteilungsleiterin der Umwelt- und Landschaftsplanung.

Aber auch für die Unterhaltung der Besucher ist gesorgt. So wird am 8. September das Fohlen aus dem Sommerrätsel von Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) getauft. Auf der Internetseite der Wuppertaler Bauern wurden jeden Montag Berichte über das Fohlen veröffentlicht. Die rheinische Kartoffelkönigin Stefanie Külkens wird anschließend die Gewinner der Sommeraktion bekanntgeben. Eine weitere, tierische Attraktion ist das „Kaninhop“, wo Kaninchen ihre Springfähigkeiten beweisen können. Auch in diesem Jahr steht das „Wettapfelschälen“ auf dem Programm. Wer es schafft, in einem Stück die längste Apfelschale zu schneiden, hat gewonnen. Der Gewinner vom letzten Jahr schaffe über einen Meter. Auch für die kleinen Gäste gibt es ein spannendes Programm. Die Kinder können eine Strohburg erkunden oder bei einem Malwettbewerb mitmachen.

Das Jahr war wettermäßig durchwachsen, besonders der Frühling war kühl und nass. Eine offizielle Erntebilanz kann Martin Dahlmann erst Ende September abgeben, wenn Mais und Kartoffeln geerntet sind. In diesem Jahr fielen manche Lebensmittel wie Spargel und Erdbeeren knapp, Kirschen oder Pflaumen jedoch jedoch üppig aus. „Wir leben mit und von dem Wetter, aber ein Katastrophenszenario blieb aus“, erklärt Martin Dahlmann.