Barmer City wird hübsch gemacht

Barmer City wird hübsch gemacht

Die Qualitätsoffensive beginnt. Die Schuchardstraße wird gepflastert. Am Donnerstag geht es bei Diskussionen in der Gesellschaft Concordia um den Werth.

Mit dem Umbau des Döppersbergs hat sich die Stadt Wuppertal klar zu ihrem Zentrum Elberfeld bekannt. Elberfeld ist das Oberzentrum, die Barmer City hat als Bezirkszentrum eine mittelzentrale Funktion für die östlichen Teile des Stadtgebietes. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die in den 1960er Jahren erbaute Fußgängerzone ihrem Schicksal überlassen wird. In den kommenden Jahren wird die Barmer Fußgängerzone Stück für Stück umgebaut.

Foto: Stefan Fries/Anna Schwartz

Der Anfang wird mit einem neuen Pflaster für die Schuchardstraße, Lindenstraße und den Rolingswerth gemacht. 1,9 Millionen Euro sollen die Arbeiten kosten, die bis Ende des Jahres abgeschlossen sein könnten. „Wir gehen in Abschnitten vor, weil wir den Zugang zu den Geschäften sicherstellen wollen“, sagt Hannelore Reichl, Leiterin des Ressorts Straßen und Verkehr.

Herzstück der geplanten Veränderungen ist aber die Neugestaltung des Werth. Dazu ist am Donnerstag, 22. Februar, um 19 Uhr in der Gesellschaft Concordia eine öffentliche Veranstaltung geplant, bei der die Bürger Ideen und Anregungen einbringen können. An diesem Abend stellen sich vier Planungsgruppen (Landschaftsarchitekten, Stadtplaner und Lichtplaner) vor, die an einem Wettbewerb zur Neugestaltung der Barmer Haupteinkaufsstraße teilnehmen. In einer Veranstaltung am 8. März werden Zwischenergebnisse bekannt gegeben, das Urteil der Jury soll am 7. Juni vorgelegt werden.

„Die Immobilen Standortgemeinschaft Werth hat großartige Vorarbeit geleistet, die Stadt schafft nun die Rahmenbedingungen für weitere Entwicklungen“, sagt Oberbürgermeister Andreas Mucke. Er wünscht sich, „dass der inhabergeführte Einzelhandel und Fachhandel nach Barmen zurückkehrt und die Ein-Euro-Shops verdrängt“. Dazu sei erforderlich, dass sich der Werth von den vielen gleichförmigen Fußgängerzonen in anderen Städten abhebe.

„Die Fußgängerzonen müssen anders aussehen als noch vor 20 Jahren“, so Mucke. „Ziel soll sein, dass die Aufenthaltsqualität auch für Familien mit Kindern gestärkt und die Barmer Innenstadt besser als zusammenhängender Stadtraum erkennbar wird“, sagt Baudezernent Frank Meyer.

Mit ihrer spektakulären Beleuchtung des Werths setzt die ISG Barmen-Werth seit Ende des vergangenen Jahres Akzente. Die Stadt will die ISG Barmen-Werth mit ins Boot nehmen, wenn es um weitere Verbesserungen in der Barmer City geht. Anwohner und Geschäftsinhaber wurden bereits im Rahmen einer Fragebogen-Aktion angeschrieben. Die Antworten sollen in den Planungsprozess einfließen.

Während die Finanzierung des neuen Pflasters in den Seitenstraßen in Höhe von 1,9 Millionen Euro durch zusätzliche Bundesmittel zur Sanierung der Infrastruktur bereits gesichert ist, müssen sich die Wuppertaler die Städtebaufördermittel noch erarbeiten. Das jetzt laufende Qualifizierungsverfahren mit Bürgern und Büros zur Neugestaltung („integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepte) wird aber bereits aus diesem Topf finanziert. Weitere Städtebaufördermittel für die Umsetzung können beantragt werden, wenn das Konzept für den Werth vorliegt. Erst dann könne ein konkreter Kostenrahmen ermittelt werden, so die Stadt. Es ist aber davon auszugehen, dass die Investitionen dann im zweistelligen Millionenbereich liegen werden.