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Bandidos-Razzia in Wuppertal-Langerfeld

Durchsuchungen in fünf Bundesländern : Bandidos-Razzia in Langerfeld

In Langerfeld fielen am Donnerstagmorgen zahlreiche Einsatzwagen der Polizei auf: Das waren Beamte bei einer überregional organisierten Razzia gegen die Rocker-Vereinigung Bandidos MC Federation West Central.

Nach Angabgen des Bundesinnenministeriums „besteht der dringende Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwiderlaufen“. Die Ermittlungsmaßnahmen hatte der Bundesinnenminister angeordnet.

Sie fanden unter Beteiligung des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen statt.

Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärt dazu: „Bund und Länder gehen mit allen Mitteln des Rechtsstaats gegen jede Form der Kriminalität vor.“ Insgesamt waren 1800 Beamte im Einsatz, 104 Objekte wurden durchsucht.

Für NRW hat die Polizei Dortmund die Aktion organisiert. In NRW lag der Schwerpunkt, denn allein hier wurden seit 6 Uhr morgens 86 Objekte durchsucht, 1300 Polizisten waren beteiligt, darunter auch Spezialeinsatzkommandos. In Wuppertal wurde ein Objekt an der Langerfelder Straße durchsucht. Nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) wurden bei dem NRW-Einsatz Motorräder, Drogen und Waffen sichergestellt.

Das Bundesinnenministerium berichtet, dass unter anderem mehrere Waffen, Munition und größere Bargeldbeträge sichergestellt wurden. Die Durchsuchungen seien störungsfrei verlaufen.

Laut Bundesinnenministerium wurde der „Bandidos MC“ im März 1966 in Houston (Texas) gegründet. In Deutschland sei er seit dem Jahr 1999 vertreten.  Als sogenannter „Weltclub“ habe der „Bandidos MC“ heute Ableger in vielen Ländern. Auf europäischer Ebene existiere der „BMC Federation Europe“ als Dachorganisation des „Bandidos MC Federation West Central“.

Offizieller Zweck des „Bandidos MC Federation West Central“ sei die Förderung des gemeinsamen Motorradfahrens und Veranstaltung von Events. Tatsächlich strebe der Verein einen territorialen und finanziellen Machtzuwachs gegenüber konkurrierenden rockerähnlichen Gruppierungen an und setze entsprechende Ansprüche auch mit Gewalt durch, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums.