Wuppertal: Autonomes Fahren: Förderung vom Land für Städtedreieick

Wuppertal : Autonomes Fahren: Förderung vom Land für Städtedreieick

Mit Fördermitteln des Landes soll ein Kompetenzzentrum für autonomes Fahren entstehen.

Bis zu 1,7 Millionen Euro will das Land an Fördermitteln in ein „Kompetenzzentrum Autonomes Fahren“ stecken. Das hat das Wirtschaftsministerium jetzt bekannt gegeben. Insgesamt gehe es um einen Investitionssumme von 1,9 Millionenen Euro.

Das Wirtschaftsministerium des Landes hat 45 Millionen Euro für 36 innovative Projekte zur regionalen Wirtschaftsförderung ausgeschrieben. Darunter sind auch zwei aus dem Bergischen Land. Ein Gutachtergremium hat diese Projekte zur Förderung empfohlen. Die Projekte können jetzt die Bewerbungen einreichen, die genaue Fördersumme kann sich dann noch etwas ändern.

Darunter ist das Kompetenzzentrum Autonomes Fahren. Als Koordinator des Projekts ist die Bergische Universität Wuppertal benannt. Beteiligt ist auch die Bergische Gesellschaft für Struktur- und Wirtschaftsförderung (BSW) und die Hochschule Ruhr-West. Dabei sollen Erfahrungen aufgebaut werden, die landesweit genutzt werden können. Auch soll geprüft werden, ob die entwickelten Ideen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Der WDR meldet dazu, dass bereits Fördermittel bei der EU beantragt seien, um Tests mit fahrerlosen Bussen im Städtedreieck zu finanzieren. Das entspricht auch dem Willen der WSW, hatte doch der ehemalige Vorstand Andreas Feicht gesagt, dass er davon ausgehe, dass bis 2030 eine zuverlässige Technologie für selbstfahrende Busse habe, die man auch nutzen wolle. Aufsichtsratsvorsitzender Dietmar Bell (SPD) hatte zuletzt erklärt, man wolle bis 2020 ein Bus-On-Demand-Programm testen - wenn auch noch mit Fahrer.

Neben dem Zentrum für autonomes Fahren soll es auch eine Förderung für das Projekt „Urbane Produktion“ der BSW geben. Das Wirtschaftsministerium nennt eine Fördersumme von bisher geschätzten 4,4 Millionen Euro bei Gesamtausgaben von mehr als 5 Millionen Euro.

Laut BSW geht es „um einen zentralen Bestandteil einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung: Forschungseinrichtungen, Universität, Industrieunternehmen, Handwerks- und Manufakturbetriebe, Landwirtschaftsbetriebe und zivilgesellschaftliche Initiativen werden durch ein engmaschiges Netzwerk miteinander verknüpft. Nur durch die direkte Kooperation lassen sich Herausforderungen wie beispielsweise Klimaschutz, Ressourceneffizienz, intelligente Mobilität oder Versorgung aus nachhaltiger Produktion bewältigen. Zum Tragen sollen dabei die technologischen Möglichkeiten der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz kommen.“

Der Wuppertaler Landtagsabgeordnete der FDP, Marcel Hafke, erklärte dazu: „Dass gleich zwei Projekte aus Wuppertal überzeugt haben, ist ein tolles Zeichen für den Wirtschaftsstandort Bergisches Land.“ Hafke fordert, die Stadt müsse diesen Schwung aufnehmen und „attraktive Standortbedingungen in Wuppertal schaffen“.

(ecr)
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