Rechtskräftiges Urteil Automatensprenger von Wuppertal-Ronsdorf muss sechseinhalb Jahre in Haft

Wuppertal · Der Niederländer hat 2019 eine Explosion in der Commerzbankfiliale an der Marktstraße verursacht. Er floh mit 113 000 Euro - und einem unbekannten Komplizen.

Der angeklagte Niederländer soll reihenweise Automaten gesprengt haben - in Wuppertal machte er große Beute.

Der angeklagte Niederländer soll reihenweise Automaten gesprengt haben - in Wuppertal machte er große Beute.

Foto: Bergische Blaulichtnews / Oelbermann

Ein 27-jähriger Automatensprenger ist am Donnerstag, 3. November, vor dem Wuppertaler Landgericht zu einer Haftstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt worden. Ihm wird - gemeinsam mit einem bislang unbekannten Komplizen - die Sprengung eines Geldautomaten der Commerzbank in Ronsdorf am 28. März zur Last gelegt. Zusätzlich soll sich der Niederländer in Bad Vilbel und Köln an Geldautomaten versucht haben. In Köln war die Sprengung auch erfolgreich.

In Ronsdorf sollen die beiden Täter an der Marktstraße etwa 113 000 Euro erbeutet haben. Das Geld muss der Täter nun zurückzahlen. Nach den Ermittlungen haben die Sprenger durch Gas und eine Flüssiglunte die Explosion herbeigeführt. Die Sprengung gegen 3.45 Uhr hatte damals einige Anwohner aus dem Schlaf gerissen. Die Polizei setzte zur Suche einen Helikopter ein.

Was sich für das Wuppertaler Gericht erst vor Kurzem herausstellte: Der Angeklagte ist der Justiz kein Unbekannter. Gegen ihn gab es bereits ein rechtskräftiges Urteil über eine Haftstrafe von drei Jahren, Hintergrund waren ebenfalls drei Geldautomatensprengungen.

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