Kultur Ausstellung in Wuppertal: Rätselhafte Kontraste und unnatürliche Figurationen

Wuppertal · Die Ausstellung „Menetekel“ in der Hengesbach Gallery zeigt stets präsente Bedrohlichkeit.

Inmitten ihrer Werke: die Künstler Markus Willeke (l.) und Lennart Martin.

Inmitten ihrer Werke: die Künstler Markus Willeke (l.) und Lennart Martin.

Foto: Andreas Fischer

Die besondere Faszination der Ausstellung „Menetekel“ in der Hengesbach Gallery, die am Sonntag startete, geht von dem stets präsenten Bedrohlichen der ausgestellten Werke aus. Die Schau ist thematisch wieder einmal großartig auf das Sujet der teilnehmenden Künstler abgestimmt. Drei Künstler, zwei Maler und ein Fotograf beschäftigen sich mit medialen Bildern, deren Eigenschaften und ihrer Wirkung auf den Menschen. Das dominante Phänomen der heutigen Zeit wird in den Bildern häufig bis zur Unkenntlichkeit verfremdet oder bereinigt – Illusionen und Scheinwelten treten anstelle der Realität. Das drohende Unheil ist latent und unterschwellig, erzeugt so etwa rätselhafte Kontraste oder unnatürliche Figurationen. Gemeinsamkeit ist zudem ein formales Interesse an der Farbe Rot, die allgegenwärtig in den meist großformatigen Arbeiten zu finden ist: Blut, Glut, Explosion oder etwa das Überschäumende.