Kultur Ausstellung in Wuppertal: Die Arbeit schwarzer Künstler sichtbar machen

Wuppertal · In der Uni-Bibliothek läuft noch bis 8. März eine Ausstellung anlässlich des „Black History Month“.

Die Ausstellung zeigt die persönlichen Lieblingswerke der Künstler.

Die Ausstellung zeigt die persönlichen Lieblingswerke der Künstler.

Foto: Andreas Fischer

Einen kleinen Einblick in die Arbeit schwarzer Künstlerinnen und Künstler bietet seit dieser Woche eine Ausstellung im Foyer der Uni-Bibliothek auf dem Campus Grifflenberg. Drei Künstlerinnen und Künstler aus Wuppertal und Berlin präsentieren dort anlässlich des „Black History Month“ jeweils eine ihrer Arbeiten. Der im Februar begangene Aktions-Monat ruft dazu auf, die reichhaltige Geschichte und Leistungen der schwarzen Gemeinschaft zu würdigen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „African Americans and the Arts/Black Arts“.

Aufmerksamkeit und
Bewusstsein schaffen

Zu den in der Uni-Bibliothek vertretenen Künstlern gehört zum einen die aus Berlin stammende Charlene Davis mit ihrem Gemälde „Spectrum“ – ein in kräftigen Farben gehaltenes Porträt eines schwarzen Menschen, das 2021 gemalt wurde. Zudem sind zwei Wuppertaler Künstler in der kleinen Ausstellung vertreten: Milton Camillo und Koffi Philippe Damassoh-Ezin.

Die Arbeit von Camillo, der aus Brasilien stammt und für seine Tanzausbildung nach Deutschland kam, zeigt unter dem Titel „Ancestors“ (Die Ahnen) ein Bild, auf dem ein schwarzes Mädchen mutmaßlich von seinen Vorfahren umringt wird. Das Exponat von Damassoh-Ezin präsentiert eine Serie von drei kleineren Bildern, die die Gesichter schwarzer Menschen zeigen.

Organisiert wird die Ausstellung vom BIPoC-Referat der Bergischen Uni. Das Referat wurde im Jahr 2021 gegründet. BIPoC steht für „Black, Indigenous and Persons of Colour“ – der Begriff kommt aus dem angloamerikanischen Sprachraum und soll Menschen erfassen, die diversen Formen von Rassismus ausgesetzt sind. Aufgabe des BIPoC-Referats ist es nach eigenen Angaben, rassismuskritisches Denken zu fördern und sich für marginalisierte sowie von Rassismus betroffene Gruppen einzusetzen.

Die Schau ist für das BIPoC-Referat eine Premiere. Es gehe mit der Ausstellung darum, „Aufmerksamkeit und Bewusstsein“ für die Arbeit schwarzer Künstlerinnen und Künstler zu schaffen, sagt die BIPoC-Referentin Aleyna Eroglu. Bislang sei deren Arbeit nämlich in der Öffentlichkeit zu wenig bekannt und zudem nur „unzureichend anerkannt“. Man wolle so deutlich machen, dass es auch in Wuppertal Künstler mit entsprechenden Wurzeln gebe.

Werke, die typisch für
die Arbeit der Künstler sind

Für die Ausstellung habe man die Künstler gebeten, jeweils ein „Lieblingswerk“ auszuwählen, das sie und ihre Arbeit am besten repräsentiert, erklärte Eroglu. Wer sich näher mit den Künstlern auseinandersetzen wolle, könne zudem den Instagram-Account des Wuppertaler BIPoC-Referats besuchen. Dort stellen die drei – ergänzend zu der Ausstellung – sich und ihre Arbeit näher vor.

Die Ausstellung in der Universitäts-Bibliothek kann zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden, sie dauert bis zum 8. März. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr, samstags von 10 bis 22 Uhr und sonntags von 10 bis 19 Uhr.

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