Ausbau St. Josef verzögert sich

Ausbau St. Josef verzögert sich

Die Rheuma-Tagesklinik ist umgezogen, die Schmerzabteilung hat eine neue Leiterin.

Elberfeld. Der Starkregen hat auch bei den Bauarbeiten am St. Josef-Krankenhaus Schäden angerichtet: Der Boden des neu errichteten Notfall-Traktes muss erneuert werden, was die Fertigstellung verzögert. Im Inneren des Krankenhauses hat es in letzter Zeit einige Neuerungen gegeben.

Seit Oktober 2015 wird am St. Josef-Krankenhaus, auch „Kapellchen“ genannt, gebaut. Denn es soll wieder ein Akut-Krankenhaus werden, das Notfälle behandeln kann. Seit 1997 war es Fachkrankenhaus für Orthopädie und Rheumatologie und behandelte Patienten vor allem im Rahmen längerfristiger Therapien.

Wenn alles fertig ist, wird es eine neue Anfahrt für Kranken- und Rettungswagen geben, eine Notfallambulanz, zwei Stationen mit insgesamt 44 Betten und eine Station mit 13 Wahlleistungsbetten sowie eine Intensivstation mit elf Betten. 15 Millionen investiert der Krankenhaus-Träger Cellitinnen. Ursprünglich sollte das Akuthaus in der ersten Hälfte 2018 in Betrieb gehen. Von außen sieht es fertig aus, doch die Wasserschäden werfen den Innenausbau zurück. Wie lange, sei noch nicht abzusehen, sagt Sprecherin Vanessa Kämper.

Doch auch in den schon bestehenden Abteilungen gibt es Veränderungen. So konnte die Rheumatologie unter Chefärztin Dr. Astrid Thiele neue Räume beziehen. Im stationären Bereich mit 30 Betten erwarten die Patienten hell gestrichene Zimmer mit Böden in Holzoptik, die Anschlüsse für Geräte hinter den Betten nimmt eine Fläche mit dezenten Farbfeldern auf. Zur Station gehören auch die Kältekammer und die Kaltwindgeräte, die Rheumapatienten Schmerzen nehmen.

In der zugehörigen Tagesklinik halten sich die Patienten zwar den ganzen Tag für Untersuchungen, Therapien oder Infusionen auf, können aber am Abend nach Hause gehen. Hier gibt es inzwischen keine Betten mehr, sondern Liegesessel und einen offenen Loungebereich. Die Tagesklinik mit 30 Plätzen hat jetzt ihren Platz im Ärztehaus gegenüber dem Klinikgebäude, ist aber über eine Brücke mit dem stationären Bereich verbunden.

Neu aufgestellt hat sich auch die Abteilung für Schmerztherapie mit 20 Betten. Hier hat Dr. Ulrike Bachmann-Holdau Anfang des Jahres den Posten der Leitenden Ärztin übernommen. Ihr geht es um den ganzheitlichen Blick auf die Patienten: „Unser Ziel ist die Schmerzlinderung, aber auch, den Patienten zu ermöglichen, wieder am Leben teilzunehmen und Lebensfreude zu empfinden.“ Die Abteilung bietet verschiedenen Methoden zur Schmerzbehandlung an von der Neueinstellung von Schmerzmitteln über Methoden wie das therapeutische Erwärmen des Körpers (Hyperthermie) oder die Stimulation mit Strom oder Magnetfeldern, die jeweils dem Körper zur Selbstheilung anregen sollen. Auch Physiotherapie, Ergotherapie und Psychotherapie gehören zum Angebot.

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