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Aufdringlicher Tätowierer muss ins Gefängnis

Aufdringlicher Tätowierer muss ins Gefängnis

Wuppertal. Zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis hat das Amtsgericht am Dienstag den 43-Jährigen verurteilt, der zwei Kundinnen im Rahmen ihrer Tätowierungssitzungen zum Kuss gezwungen hat.

Das Gericht sprach ihn der sexuellen Nötigung und Nötigung schuldig. In das Urteil einbezogen wurde eine frühere Verurteilung wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen.

Das Gericht glaubte den beiden Zeuginnen, 20 und 21 Jahre alt, die davon berichtet hatten, wie er sie plötzlich am Kinn packte, durch festes Zudrücken zum Öffnen des Mundes zwang und sie dann küsste.

Zuvor hatte er nach ihrer Schilderung dafür gesorgt, dass sie von seinem Elektroschocker wussten und hatte während des Tätowierens ständig über sexuelle Themen gesprochen. Eine der Zeuginnen war nach dem Vorfall traumatisiert, hatte Angstzustände und brauchte eine Therapie. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.