Auf die Ruine folgt ein Einfamilienhaus

Auf die Ruine folgt ein Einfamilienhaus

Das Grundstück an der Schönebecker Straße, hat nach dem Abriss einen neuen Besitzer.

Rott. Jahrelang war sie ein Ärgernis und ein Augengraus. Mittlerweile ist die Haus-Ruine an der Schönebecker Straße jedoch Geschichte. Anstelle des baufälligen Gebäudes ist ein großes Bauloch getreten, und viele fragten sich, was mit dem Grundstück wohl passieren würde. Die Antwort: Es wird in jedem Fall neu gebaut.

Nach WZ-Informationen soll auf dem Gelände ein Einfamilienhaus entstehen. Ein privater Käufer aus der Nachbarschaft hat das Grundstück erworben. Eine Nachricht, die auch Barmens Bezirksbürgermeister Hans-Hermann Lücke (CDU) erfreut zur Kenntnis nimmt. „Wenn da jetzt eine Familie einziehen soll, dann freut mich das sehr“, so Lücke und fügt hinzu: „Jedes Haus ist schöner als eine Baulücke.“

Lücke ist hörbar erleichtert, dass sich auf der Schönebecker Straße endlich was tut. „Diese Ruine war irgendwann mal sicherlich ein sehr schönes Haus gewesen, allein von der Fassade her“, sagt er. „Allerdings lebe ich schon seit 1985 in Barmen, und ich kann mich im Laufe dieser Zeit nicht daran erinnern, dass dieses Haus mal bewohnt war.“

Stattdessen blieb es jahrzehntelang ein beliebtes Streitobjekt, über das verschiedene Medien immer mal wieder berichteten. Der Bezirksbürgermeister hatte dagegen ganz andere Sorgen. „Ich habe immer gehofft, dass da kein Unfall passiert und sich nicht zum Beispiel einzelne Stücke des Hauses lösen und auf die Straße fallen“, verrät Lücke.

Zwar habe die Stadt Wuppertal in den vergangenen Jahren vielerlei Maßnahmen ergriffen, um das Unfallrisiko zu minimieren, „aber ich bin wirklich froh, dass das Gebäude jetzt sorgfältig abgetragen wurde und etwas Neues entstehen wird“, so Lücke.

Damit verschwindet eine weitere Schrottimmobilie aus dem Stadtbild und der Datenbank der Stadt. Das wird auch Peter Schäfer freuen, der für die Schrottimmobilien zuständig ist. Erst Anfang Januar hatte er im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt, dass sich schon 165 Adressen in dieser Datenbank befanden. 99 davon seien noch in Bearbeitung, der Rest aber erledigt, so Schäfer damals. Jetzt kann er auch hinter die Schönebecker Straße endgültig einen Haken setzen.