Arbeitskampf Streik bei Wuppertaler Tamponhersteller: Weitere Verkehrsbehinderungen am Freitag möglich

Wuppertal · Am Freitag wird auch in Heckinghausen gestreikt. Die Mitarbeiter von Johnson & Johnson legen die Arbeit nieder.

Die IG Metall hat die Mitarbeiter von Johnson & Johnson zu einem Warnstreik aufgerufen.

Die IG Metall hat die Mitarbeiter von Johnson & Johnson zu einem Warnstreik aufgerufen.

Foto: ANNA SCHWARTZ

Nicht nur Verdi, auch die IG Metall hat am Freitag in Wuppertal Beschäftigte der Textil- und Bekleidungsindustrie zu einem Warnstreik aufgerufen. Rund 100 Mitarbeiter des Wuppertaler Tamponherstellers Johnson & Johnson versammeln sich gegen 13 Uhr auf der Zollbrücke in Wuppertal-Heckinghausen, um für höhere Löhne zu demonstrieren.

Ein Demozug sei laut Polizei nicht geplant. Trotzdem könne es wegen des Streiks rund um die Zollbrücke zu Verkehrsbehinderungen kommen. Der Ausstand dauert voraussichtlich bis etwa 15 Uhr.

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten in der Textilbranche acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro pro Monat mehr. Die Arbeitgeber wiesen die Forderung als überzogen zurück. Sie bieten laut Gewerkschaft eine Inflationsausgleichsprämie von 1500 Euro und eine Lohnerhöhung von 3,25 Prozent ab November 2023 sowie von 2,25 Prozent ab Oktober 2024. Diese soll für 27 Monate gelten.

„Dieses Angebot aus der zweiten Tarifrunde ist für uns nicht hinnehmbar“, sagt Sven Berg, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Ennepe-Ruhr-Wupper. „Auch, dass die Arbeitgeber die tarifliche Altersteilzeit streichen wollen, ist inakzeptabel.“ Daher sei auch in der nächsten Zeit mit weiteren Arbeitsniederlegungen zu rechnen, so Berg.

(mr)
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