Arbeiten an der Polizeiwache verzögern sich

Arbeiten an der Polizeiwache verzögern sich

Folgen des Buttersäure-Anschlags: Wann die neue Dienststelle im City Center eröffnet werden kann, steht noch nicht fest.

Elberfeld. Eigentlich sollte die Polizei ihre neue Wache im City Center schon Ende des vergangenen Jahres beziehen. Doch der Eröffnungstermin, der dann für Sommer 2018 angepeilt wurde, verzögert sich ein weiteres Mal. „Auf der Baustelle wird gearbeitet. Einen Termin für den Einzug in die neue Wache gibt es allerdings noch nicht“, sagt Polizeihauptkommissar Stefan Weiand.

314 Quadratmeter Nutzfläche stehen der Polizei nach dem Umzug zur Verfügung. Ein hoher sechsstelliger Betrag wird investiert. Der barrierefreie Eingang wird am Wirmhof sein, die Funktionsräume liegen im Erdgeschoss.

Ende März drangen unbekannte Täter auf der Baustelle ein und verteilten dort Buttersäure. Sie zerstörten auch Teile der neuen Einrichtung und sprühten die neuen Räume voll. Diese Schäden seien nur schwer zu beseitigen. Da die Polizei im Frühjahr mit ihrer Wache Döppersberg aus dem Köbo-Haus ausziehen musste, wurde eine mobile Polizeiwache auf der neuen Geschäftsbrücke eingerichtet. Montags von 7.30 bis 19.30 Uhr und samstags von 11 bis 19 Uhr ist die mobile Wache besetzt. Zudem hat die nahegelegene Wache Hofkamp Aufgaben der stark frequentierten Wache Döppersberg übernommen.

Die Polizei hofft, so schnell wie möglich die neue Wache im City Center in Betrieb nehmen zu können. Während den Beamten der mobilen Wache in den vergangenen Wochen die extrem heißen Temperaturen zu schaffen machten, würde in der kälteren Jahreszeit Regen, Schnee und Eis die Arbeit im und am Polizeibus erschweren.

Der Umzug war erforderlich geworden, weil der neue Besitzer das Köbo-Haus anderweitig nutzen will. Dort soll 2019 die neue City-Filiale der Stadtsparkasse einziehen. Die Wache Döppersberg ist aktuell die Wache im Bereich des Polizeipräsidiums mit der höchsten Publikumsfrequenz. Dafür gibt es einen guten Grund: Sie betreut den Bereich der Elberfelder City mit dem größten Publikumsverkehr. In diesem Sommer treibt die Hitze auch in den Abendstunden viele Menschen auf die Straßen und Plätze. Auch die Fußwege von und zum neuen Döppersberg sind bis in die späten Abendstunden noch stark frequentiert. „Eine Häufung von Zwischenfällen und Polizeieinsätzen verzeichnen wir deshalb aber nicht“, sagt Polizeisprecherin Anja Meis. Die Polizei zeige in der üblichen Stärke in der Innenstadt Präsenz.

Mit der Öffnung der Geschäftsbrücke haben sich die Fußgängerströme wieder in Richtung Döppersberg verlagert. Mit der Eröffnung weiterer Geschäfte wird sich das noch verstärken. Polizeipräsident Markus Röhrl spricht dem Döppersberg aus dem Blickwinkel des Kriminalisten ein gutes Zeugnis aus. Ein Angstraum werde der Döppersberg nicht, denn es gebe dort nur wenige Stellen mit Hinterhofcharakter, sagte Röhrl.