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Anwohner fordert Verkehrskonzept für Wuppertaler Kaiserhöhe

Verkehrskonzept : Anwohner fordert ein Verkehrskonzept für den Nützenberg

Ein Anwohner der Kaiserhöhe fürchtet einen „zweiten Nordpark“ auf dem Nützenberg, wenn die Gastronomie eröffnet. Die Straße zum Park würde nicht so viele Autos fassen können.

Hans-Joachim Flohr befürchtet, es könnte auf dem Nützenberg so schlimm werden wie am Nordpark. Denn dort soll, wenn alles nach Plan läuft, noch dieses Jahr die Gastronomie Kaiserhöhe wiedereröffnen, das ehemalige Haus Kaemmerer. Und Flohr, der das Vorhaben an sich unterstützt, sieht dann eben Probleme auf den Nützenbergpark zukommen. Denn es gibt „nicht einmal eine zweispurige Zufahrt“ - zumal es kaum Parkplätze gibt. Und auch die Gastronomie nur wenige Parkplätze vorhalten wird müssen. Die Rede ist von zehn Plätzen.

Schon jetzt stehen Autos
zwischen den Bäumen

Schon jetzt ist die Kaiserhöhe an guten Tagen überparkt. Dann stehen Autos oben am Wegesrand oder zwischen Bäumen, wo Parken nicht vorgesehen ist. In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung Elberfeld-West gab es daher einen Antrag, dort oben für Schilder und Markierungen zu sorgen und Behindertenplätze auszuweisen.

Flohr sorgt sich, dass die Kaiserhöhe mit der Eröffnung einer Gastronomie, die zudem mit einem 200 Quadratmeter Festsaal wirbt, überfordert wäre. Wenn dort einmal 120 Menschen für einen Geburtstag kämen, dann wären sicher 60 Autos oder Taxis unterwegs auf den Kaiserhöhe. Das würde die Anlage nicht fassen. Und das würde der Zuweg nicht hergeben, der direkt an Flohrs Haus vorbeiführt. „Das klappt jetzt noch“, sagt er. Vielleicht auch, wenn es nur einen Café-Betrieb gibt. Aber seiner Ansicht nach nicht mit dem Betrieb eines Festsaals. Wenn so viele Autos auf dem Weg unterwegs wären, dann kämen auch die Fußgänger nicht mehr hoch und herunter, sagt Flohr.

Die Politiker der Bezirksvertretung sehen das ähnlich. Auch wenn sie in der vergangenen Sitzung nur über die bisherige Lage getagt haben, soll bei einem Ortstermin mit der Stadt ein Konzept für die Gastronomie mitgedacht werden, erklärt Bezirksbürgermeisterin Gabriele Ebert (Grüne). Sie weiß, dass die Kaiserhöhe noch mehr Autos nicht fassen können würde und will einschreiten, bevor es zu einem „zweiten Nordpark“ komme. Sie warte auf Rückmeldung der entsprechenden Ressorts der Stadt und einen Termin. In der Sitzung der BV gab es aber Kritik von der SPD; die sich gewünscht hätte, dass man das Anliegen von Flohr explizit adressiert hätte. Der hatte zuvor die Parteien im Gremium angeschrieben.

Bauherr Brauckhoff will einen
Shuttle-Service anbieten

Architekt und Bauherr Ralf Brauckhoff weiß um die schwierige Situation und hofft, mit einem Shuttle-Service und der Aufforderung, nicht mit dem eigenen Wagen bis ganz nach oben zu fahren, den Nützenberg vor einem Verkehrschaos zu bewahren. Er unterstützt die Ideen der Politiker.

Für Flohr, der mit Brauckhoff in Kontakt stehe, ist es glaubhaft, dass auch Brauckhoff keinen Verkehr anziehen möchte. Allein, das reiche nicht. Und, er denkt weiter, weil ja nie klar sei, wie lange sich ein Betrieb halten kann. „Was wenn ein anderer Inhaber das Geschäft übernimmt?“ Daher fordert er ein Konzept.

Mahnert sagt, sie hoffe auf eine Schranke oder ein Schild, das anzeige, wenn alle Plätze belegt sind, damit erst gar kein Suchverkehr bis in den Park kommt.