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Anna Lucas Liebe ist an der Wupper — auch musikalisch

Anna Lucas Liebe ist an der Wupper — auch musikalisch

Am Freitagabend gibt es im Live Club Barmen die ersten Klänge aus dem neuen Album. Die Sängerin ist schon aufgeregt.

Barmen. „Wir sind in Wuppertal mit treuen Fans gesegnet. Es ist großartig, für sie zu spielen“, freut sich Anna Luca Mohrhenn, Frontfrau der gleichnamigen Band. Das Konzert am Freitagabend im Live Club Barmen (LCB) ist nicht nur das erste Heimspiel seit zwei Jahren. Es ist so etwas wie ein exklusives Reinhören in die neue Platte „Radiant Thoughts“.

Beim Film würde es „Preview“ heißen. „Ich bin sehr gespannt und aufgeregt“, beschreibt die Sängerin und Komponistin ihre Vorfreude. „Außer den Musikern hat noch keiner die Sachen gehört.“ Normalerweise tauscht sie sich gerne mit anderen über ihre Stücke aus. Diesmal aber war es eine „intensive und intime Zeit, in der wir ausschließlich miteinander und untereinander waren.“

Wie das Ergebnis klingt, wird mit Spannung erwartet. Verraten wird lediglich, dass stilistisch Neues erwartet werden darf. „Mein Versprechen ist, immer authentisch zu sein und keinem Zeitgeist zu folgen.“ Zu den melodischen Tönen von „Listen and wait“, der ersten Platte, kommt nun Verqueres und Lautes, wie sie sagt. Ihre Texte versucht sie so noch immer zu schreiben, „dass man deren Sinn sofort erfassen kann. Es geht mir darum, Geschichten zu erzählen, und nicht darum, dem Hörer Rätsel aufzugeben. Ich mag es, mit der Sprache zu spielen, und verstecke hier und da auch was zwischen den Zeilen, aber im Grunde ist es doch alles recht klar.“

In Deutschland geboren, in Schweden aufgewachsen, der Liebe wegen in Wuppertal gelandet und geblieben ist Anna Luca Mohrhenn trotz ihrer jungen Jahre eine erfahrene Künstlerin. Zusammen mit dem coolen NuJazz-Projekt „Club des Belugas“ begeistert sie auf renommierten Festivals, wird im Ausland im Radio rauf- und runtergespielt und singt vor Zehntausenden Fans.

Und jetzt ist endlich wieder anna.luca dran. „Das ist ein Herzensprojekt.“ Gespickt mit ein, zwei alten Sachen dürfen sich die Zuhörer auf minimalistischen Pop ebenso wie opulente Klangkollagen und Experimenten auf verschiedenen musikalischen Ebenen freuen. Begleitet wird sie dabei von Mitmusikern wie Cellist Cornelius Thiem, Violinist Chris Huber, dem Gitarristen Stefan Wituschat und Ehemann Chris Mohrhenn.

„Bei anna.luca gibt es keine Sessionmusiker, sondern nur Freunde, die über die Jahre im Zusammenspiel einen sensiblen und aufmerksamen Konsens gefunden haben.“ Wie sich das anhört, soll mitgeschnitten werden. Und zwar in Form von Ton und Bild. „Was daraus dann wird, hängt auch ein bisschen davon ab, wie die Atmosphäre am Freitag ist.“ Wird das LCB richtig gerockt, könnte der Mitschnitt durchaus als Live-Teil auf die Platte kommen.