Wuppertal: Anlieger ärgern sich über Müll am Neumarkt

Wuppertal : Anlieger ärgern sich über Müll am Neumarkt

Vor allem Kippen und Kaugummis stören. Die Straßenreinigung kommt zweimal täglich.

Weggeworfener Müll, Zigarettenkippen, Kaugummis, Hundekot – wer morgens durch die Neumarktstraße in der Elberfelder Innenstadt geht, trifft mitunter auf verdreckte Bürgersteige. Das fiel der WZ kürzlich im Bereich zur Grünstraße hin auf. Roland Zander betreibt einen Tabakladen vor Ort. Ihm fallen vor allem immer wieder Imbissreste auf, die Bürgern auf dem Bürgersteig hinfallen und die sie einfach liegen lassen. Hinzu kämen zahllose achtlos weggeworfene Kaugummis auf dem Pflaster. „Es stört schon, wenn man morgens vor der Öffnung des Ladens erst einmal die Mayo von der Straße kratzen muss“, schimpft er. Entlang der Neumarktstraße gebe es zudem immer wieder Probleme mit weggeworfenen Zigarettenkippen, sagt Jürgen Bergmann, Vorsitzender des Bürgervereins Elberfeld-Mitte. Außerdem quollen einige Mülleimer regelmäßig über.

Der ESW ist überrascht,
aber offen für Kritik

Beim Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW) reagiert man einerseits überrascht und andererseits aufmerksam auf die Kritik. Das Straßenreinigungskonzept für die Innenstadt sei eigentlich gerade erst überprüft worden, sagt Geschäftsführer Martin Bickenbach. Ein besonderes Problem in diesem Bereich sei dabei nicht aufgefallen. Dennoch hätten die ESW den Bereich rund um die Neumarktstraße bei der Straßenreinigung nun erneut unter die Lupe genommen, sagt Tobias Mengel von der Betriebsaufsicht. Neumarktstraße und Umgebung gehörten, wie die gesamte Elberfelder Innenstadt, zur höchsten Reinigungsstufe der ESW, so Mengel. Das bedeutet: Sie werden zweimal täglich von Mitarbeitern des Außendienstes einer sogenannten „Kombireinigung“ unterzogen – mit einer „Handkolonne“, die mit Blasgeräten den Dreck zusammentrage, und einer kleinen Kehrmaschine, die den Dreck anschließend aufnehme und entsorge.

Auch die Mülleimer vor Ort würden dabei geleert, sonntags allerdings nur einmal. Zudem gebe es einen Arbeitsgruppenleiter, der nicht nur in allen wichtigen Gremien vertreten sei, sondern auch mit Bürgervereinen und Anwohnern im Gespräch sei, um Probleme aufzunehmen und zu lösen.

Einige Elberfelder sehen auch weniger die ESW als die Bürger in der Pflicht. „Jeder ist für sich selbst verantwortlich“, sagt Jürgen Bergmann. „Wir brauchen eine Bewusstseinsänderung“, pflichtet ihm Roland Zander bei. Jeder Bürger solle verstärkt darauf achten, die Stadt sauber zu halten. Veränderungen im eigenen Verhalten seien möglich, so werde zum Beispiel seit dem entsprechenden Verbot kaum mehr im Bus gegessen, hat Zander beobachtet. Auch Geschäftsleute könnten zur Lösung des Problems beitragen, findet Bergmann. „Sie könnten vor ihren Geschäften selbst Aschenbecher aufstellen“, ist seine Idee.

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