Angehende Religionslehrer in Wuppertal erhalten kirchliche Begleitung

Kirche : Angehende Religionslehrer erhalten kirchliche Begleitung

Rheinische Landeskirche will künftige Pädagogen besser schulen und schafft neue Angebote für Lehramtsstudierende.

Den christlichen Glauben überzeugend und kompetent zu kommunizieren – dies ist eine der größten Herausforderungen, der sich Religionslehrer aktuell stellen müssen. Um Lehramtsstudenten auf diese Aufgaben vorzubereiten, hat die Evangelische Kirche im Rheinland deshalb jetzt die sogenannte „Kirchliche Begleitung“ ins Leben gerufen, wie die Pressestelle der Uni mitteilte. Auf dem Programm stehen Workshops, Seminare, Exkursionen und Gesprächsangebote. Zwei Termine finden im Wintersemester 2018/19 in der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) in der Gaußstraße 4 statt.

So gibt es am 27. Januar von 12 bis 18 Uhr den Kreativworkshop „Seelenbretter gestalten“, den Studierendenpfarrerin Tuulia Telle-Steuber gemeinsam mit dem katholischen Mentorat anbietet. Auf einem etwa zwei Meter langen Holzbrett sollen die Teilnehmer mit Farben und Pinseln zum Ausdruck bringen, was sie bewegt und trägt. Die Veranstaltung findet von 12 bis 18 Uhr statt.

Am 16. März führen Tuulia Telle-Steuber und Prof. Dr. Christhard Lück vom Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik der evangelischen Religionslehre der Bergischen Universität den Studientag Religionslehrer/In – ein wunderbarer, anspruchsvoller Beruf“ durch. Im Zentrum steht die Frage, was es heißt, heute Religionslehrer zu sein. In vier Workshops werden dabei Ziele, Profile, Belastungen und Ressourcen von Lehrkräften beleuchtet. Diese Veranstaltung findet von 10 bis 16 Uhr statt.

Tuulia Telle-Steuber sieht in dem Programm der „Kirchlichen Begleitung“, das von der ESG in Kooperation mit lokalen und überregionalen Kooperationspartnern verantwortet wird, eine große Chance. „Vom ersten Semester an bietet die Evangelische Kirche nun den Studierenden eine verlässliche Begleitung. Schon während des Studiums können wichtige Fragen etwa zur künftigen Berufsrolle reflektiert und geklärt werden. Eigene Glaubensfragen haben Raum.“

Auch Religionspädagoge Prof. Dr. Christhard Lück befürwortet das Programm: „Angesichts der auch bei Theologiestudierenden merklich abnehmenden religiösen Sozialisation und Vertrautheit mit liturgischen und rituellen Ausdrucksformen des christlichen Glaubens sind kirchliche Angebote der Studienbegleitung wie Gottesdienste, Andachten, Chöre oder Bibel- und Gebetskreise kaum zu überschätzen.“ Lück wertet das neue Angebot als „sinnvolle Ergänzung zum akademischen, kritisch-reflektierenden, vorrangig auf Wissensvermittlung abzielenden Studium der Evangelischen Theologie“.

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