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Ausstellung: An der Wolkenburg wird ein Traum Wirklichkeit

Ausstellung : An der Wolkenburg wird ein Traum Wirklichkeit

David Achenbach und Anna Hagemeier stellen ab Samstag Werke von 13 Künstlern aus sieben Nationen aus.

Elberfeld. Anna Hagemeier öffnet die große dunkle Tür des strahlend weißen Hauses an der Wolkenburg 48 lächelt und sagt: „Super, oder?“. Damit meint sie diese Art zu Wohnen — so mitten in der ganzen Kunst. Sie hat dort gemeinsam mit David Achenbach ihren Traum verwirklicht. In ihrem Wohnzimmer, einem weiteren Raum und im Garten stellen sie Kunst von 13 Künstlern aus sieben Nationen aus.

Der Titel der Ausstellung „We’ve been hiding too long“ hat auch direkten Bezug zur Arbeit des Paares: „Ich habe zuletzt 2014 eine Ausstellung gemacht. Dazwischen zwei Jahre keine mehr. Das war mir zu lange“, sagt David Achenbach. Lange hätten sie nach passenden Räumen für ihre Projekte gesucht und sie nun in der Wolkenburg gefunden. Für Wuppertal hätten sie sich aus zwei Gründen entschieden: Zum einen seien Räume hier noch eher bezahlbar als in Düsseldorf oder Köln. „Zum anderen kann man hier noch viel mehr Einfluss auf die Kunstszene nehmen. Die Menschen sind hier sehr offen für Neues“, sagt Anna Hagemeier.

Die Kunst, die sie ausstellen, wählen sie auch immer danach aus, was ihnen selbst gefällt. Dann wird die Hintergrund und Entwicklung des Künstlers betrachtet — und eine Entscheidung gefällt. „Grundsätzlich wollen wir einen Querschnitt bieten. Wir haben viele junge, aber auch etablierte Künstler hier“, sagt David Achenbach. Die Leidenschaft für Kunst kam bei beiden schon im Kindesalter. Bei David Achenbach durch seinen Vater Helge Achenbach, bei Anna Hagemeier durch das kreative Umfeld ihrer Eltern, die als Architekten gearbeitet haben.

Vier mal im Jahr wollen sie ihr Haus an der Wolkenburg für Ausstellungen öffnen. Inmitten der Kunst zu leben, empfinden sie als großen Luxus. Wann hat man sonst schon mal die Gelegenheit sich eine Stunde vor so eine Gemälde zu setzen und es einfach zu betrachten? „Das tun wir auch tatsächlich“, sagt David Achenbach lachend. Einen Fernseher brauchen sie in ihrem Wohnzimmer jedenfalls nicht.