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An der B228 in Wuppertal entsteht ein neuer Radweg

Mobilität : An der B228 entsteht ein neuer Radweg

Auf rund 800 Metern zwischen Varresbecker Straße und Sonnborner Straße wird an mehr Sicherheit für Radfahrer gebaut.

Wuppertal soll an der Talachse fahrradfreundlicher werden. Einen ersten Schritt in diese Richtung unternimmt die Stadt mit dem Umbau des Radweges an der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Varresbecker Straße und Sonnborner Straße. Auf rund 800 Metern wird dort der Radweg sicherer gestaltet. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf rund 100.000 Euro.

„Das Projekt ist ein wichtiger Lückenschluss zwischen der Elberfelder City und Sonnborn“, hebt Verkehrsdezernent Frank Meyer beim Ortstermin hervor. Der Radweg wird in Fahrtrichtung Sonnborn neu asphaltiert und markiert.

Dem Radverkehrskonzept, das Grundlage für den Umbau ist, wurde im Sommer 2019 vom Rat grünes Licht gegeben. „Der ADFC hat ihn als Meilenstein bezeichnet“, sagt Meyer. „Wir sind sehr stolz, dass es gelungen ist, das ambitionierte Projekt auf den Weg zu bringen.“ Die aktuelle Umsetzung des Teilstücks beschreibt er als „Kraftakt“.

Sicherheitsgefühl für Radfahrer soll gesteigert werden

Die Radspur von der Elberfeld City in Richtung Sonnborn wird dergestalt umgesetzt, dass neben der Fahrbahn für Autos der Radstreifen von 1,65 Meter Breite liegt, daneben gibt es, inklusive eines Sicherheitspuffers von 50 Zentimetern, einen Parkstreifen, und daneben wiederum den Bürgersteig. Dadurch soll keine Gefahr mehr von Beifahrern ausgehen, die ohne Blick über die Schulter die Tür aufreißen, sagt Meyer. BV und Radfahrer hatten angemahnt, dass es dem Sicherheitsgefühl zuwiderlaufe, wenn Radfahrer ständig hinter parkenden Autos verschwinden.

Auf der Gegenfahrbahn bleibt die Radstrecke zwischen der Kreuzung Siegfriedstraße und Varresbecker Straße im jetzigen Zustand erhalten. Zwischen der Siegfriedstraße und der Sonnborner Straße ist jedoch ein weiterer Umbau geplant.

Am Knotenpunkt Siegfriedstraße entstehen durchgängiger Radweg und breiter Bürgersteig

Am Knotenpunkt Siegfriedstraße verläuft der Radweg von Richtung Sonnborn kommend ungelenk. Radfahrer müssen immer wieder zwischen Bürgersteig und Straße wechseln. „Das ist nicht im Sinne eines zügigen Radverkehrs“, so Meyer.

Um das Vorhaben zu realisieren, werden die beiden Linksabbiegerspuren - aus der Siegfriedstraße kommend - auf eine reduziert. Daneben wird eine Linksabbiegerspur separat für Radfahrer verlaufen. „Radfahrer können so geschützt auf ihrer eigenen Spur abbiegen“, betont Meyer. Die Bushaltestelle an der Hauptstraße wird ein Stück weiter Richtung Sonnborn verlegt.

Schwebebahn ist Voraussetzung für weitere Straßenarbeiten im Jahr 2021

Überdies soll am Knotenpunkt Siegfriedstraße ein Gehweg für Fußgänger entstehen. Derzeit gibt es aufgrund der geringen Breite von 50 Zentimetern im Kreuzungsbereich keinen. Um eine Breite von mindestens 1,50 Meter für den Gehweg zu erreichen, werden der Bordstein nach vorne gezogen und die Rampe für die Radfahrer zurückgebaut.

Abgeschlossen werden die Arbeiten an den beiden Straßenkreuzungen aber nicht vor Sommer 2021. Meyer erklärt dies mit Arbeitsschutzgründen. Um die Arbeiten durchzuführen, müsste es nahezu eine Vollsperrung der Straße geben, was aufgrund des Schwebebahnersatzverkehrs derzeit nicht möglich ist. Die Arbeiten werden im Sommer  2021 unter der Voraussetzung wieder aufgenommen, dass die Schwebebahn nach Plan fährt.

Die derzeit laufenden Markierungsarbeiten auf der Straße sollen in der kommenden Woche abgeschlossen sein. Das ist jedoch witterungsabhängig. Falls es regnet, müssen die Arbeiten pausieren.