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Am Sonnenhang Wuppertal: Wohnen auf dem ehemaligen Tennisplatz

Stadtentwicklung in Wuppertal : Wohnen auf einem ehemaligen Tennisplatz

Auf der alten Anlage des TC Dönberg in Wuppertal entstehen zehn Häuser. Einen neuen Straßennamen gibt es schon.

Bis Anfang des Jahres standen die Netzpfosten noch. Doch dass Tennisbälle über die Plätze flogen, ist Jahre her. Seit langem ist klar, dass auf der ehemaligen Anlage des TC Dönberg zehn Wohnhäuser entstehen sollen. Der Bau nimmt jetzt Fahrt auf. Noch im ersten Quartal 2021 könnten die ersten neuen Nachbarn einziehen. Wohnen werden sie dann „Am Sonnenhang“. Die Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg gab in der jüngsten Sitzung grünes Licht für die Straßenbenennung.

„Das Gelände liegt ja fast komplett am Sonnenhang“, begründet der stellvertretende Bezirksbürgermeister Hans Joachim Lüppken (CDU) den Antrag seiner Partei, dem sich die anderen Fraktionen einstimmig anschlossen. „In der Sonne“ gibt es bereits, jetzt hat der Dönberg seine zweite „sonnige“ Straße. Zudem habe es den Vorteil, so Lüppken, der auch Vorsitzender des Bürgervereins ist, dass die neuen Anwohner ihre eigene Adresse haben und nicht eine Hausnummer an der Dönberger Straße nur mit Buchstabenzusatz a bis k bekämen.

Sebastian Nafe von der Brechtefeld & Nafe GmbH findet die Namenswahl gut. „Das passt.“ Es werde einige Gärten geben, die praktisch immer Sonne haben. Die Sprockhöveler  Firma, die in Wuppertal unter anderem schon am Mirker Hain auf dem Grundstück der alten Villa Happich gebaut hat, übernahm im vergangenen Jahr das Projekt am Dönberg vom ehemaligen Eigentümer der Tennisanlage. Man konzentriere sich auf bereits genutzte Flächen, sagt Nafe, nicht auf „Bauen auf der grünen Wiese“.

Seit Anfang des Jahres laufen jetzt die Arbeiten am Dönberg, im September soll die Erschließungsstraße, die später „Am Sonnenhang“ heißen, fertig sein, Anfang 2021 der Baustart für das erste Haus erfolgen. Insgesamt werden zehn Einfamilienhäuser auf dem gut 8000 Quadratmeter großen Areal gebaut. Die Grundstücksgrößen liegen zwischen 500 und 1100 Quadratmetern. Eins davon ist das ehemalige Clubhaus. „Das wird nur umgebaut“, erklärt Nafe. Ab dann könnte es schnell gehen, da einige der neuen Besitzer wohl mit Fertighäusern planen. Zum Investitionsvolumen möchte Nafe keine Angaben machen. Die Hälfte der Grundstücke sei aber bereits verkauft.

Als Mitte 2012 die Idee des damaligen Eigentümers der Anlage für Wohnbebauung öffentlich wurde, gab es viele Diskussionen. Er hatte das mit sinkenden Nutzerzahlen und der maroden Tennishalle begründet. Widerstand regte sich damals beim TC Dönberg. Später fusionierte dieser mit dem Wuppertaler Tennisclub an der Horather Schanze zum WTCD. Der Großteil der Mitglieder des TCD habe damals den Schritt zum Nachbarverein gemacht, so Lüppken. Dass einige mittlerweile wieder ausgetreten seien, liege an der nicht optimalen Errreichbarkeit der Anlage. Immer noch fehle der seit Jahren von der Stadt versprochene Radweg.