Am Freitag heißt es in Wuppertal wieder: Fridays for Future

Protestbewegung : Fridays for Future: GEW unterstützt streikende Schüler

Laut Veranstalter werden am 5. April 1000 Teilnehmer erwartet. Professor Peter Hennicke steht ihnen zur Seite.

Junge Menschen (Schüler und auch Studierende) werden am kommenden Freitag, 5. April, 10 Uhr, wieder in Wuppertal auf die Straße gehen. Die Fridays for Future-Bewegung rechnet dieses Mal mit knapp 1000 Demoteilnehmern, die vom Schauspielhaus an der Kluse über die B7 zum Barmer Rathaus ziehen. Geplant sind mehrere Reden am Schauspielhaus und am Rathaus.

„Nach der letzten sehr erfolgreichen Demo am 15. März mit 1,5 Millionen Menschen weltweit haben wir auch hier in Wuppertal immer noch keine Veränderung wahrgenommen, weswegen wir auch diese Woche wieder auf die Straße gehen werden“, sagt Jule Ellis (15), Sprecherin von Fridays for Future Wuppertal. Da Politiker nach wie vor nur das Engagement der jungen Menschen lobten, jedoch noch nie wirkliche Maßnahmen angepackt hätten, gehen in Deutschland diese Woche in mehr als 50 Ortsgruppen Menschen im Zuge der Fridays for Future-Bewegung auf die Straße, so Ellis.

Am 11. April werden die lokalen Forderungen im Rathaus beraten

Am 11. April werde man die lokalen Forderungen auch mit Oberbürgermeister Andreas Mucke besprechen. Zuvor hole man sich Unterstützung von Wissenschaftlern. Im Zuge dessen haben die Demonstranten am Freitag auch einen bedeutenden Wissenschaftler an ihrer Seite: Professor Peter Hennicke, unter anderem ehemaliger Leiter des Wuppertal Instituts. Mit ihm werde Fridays for Future Wuppertal das von 22 000 Wissenschaftlern unterschriebene Positionspapier annehmen, so Ellis. „Wir versuchen uns auch stark mit den lokalen Wissenschaftlern, vor allem des Wuppertal Instituts, zu verknüpfen. Auch dieses Mal wird um 14 Uhr nach der Demo zu einer dort stattfindenden Veranstaltung mit dem Titel ,Klimaverträglicher Lebensstil’ eingeladen“, sagt Jonah Näckel (18), Sprecher der Initiative in Wuppertal. Mit der Wissenschaft auf ihrer Seite sollte es nun also längst mehr als überfällig sein, dass sich auf politischer Ebene etwas tut, so die Organisatoren. Denn wenn nicht mehr auf die Wissenschaft gehört werde, auf wen dann, fragen die Organisatoren.

Unterdessen hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Wuppertal mit den Schülern solidarisch gezeigt. Die Gewerkschaft befürwortet, dass Schüler aus den Wuppertaler Schulen „ihre Kritik an der verantwortungsvollen Klimapolitik von Regierungen im Rahmen der weltweiten Bewegung“ auf die Straße tragen. Es sei im Sinne des schulischen Bildungsauftrags, wenn Schüler sich als mündige Bürger in gesellschaftliche Zusammenhänge einbringen und von ihrem Recht auf Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit Gebrauch machen. Die GEW ruft alle Pädagogen dazu auf, das Engagement der Schüler als berechtigt anzuerkennen und von zusätzlichen Sanktionen wegen Fehlens im Unterricht abzusehen. Red

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