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Am Deckershäuschen: Widerstand gegen Neubau

Am Deckershäuschen: Widerstand gegen Neubau

Verwaltung und BV wollen dort kein Mehrfamilienhaus.

Uellendahl-Katernberg. Ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten und 15 Tiefgaragenstellplätzen — das sieht aktuell eine Bauvoranfrage für den Bereich Am Deckershäuschen vor. Die Idee erntet in der Stadtverwaltung aber Kritik. Der Grund: Auf dem vorgesehenen Grundstück, das am Siedlungsrand liegt, befindet sich derzeit nur ein Einfamilienhaus samt Nebenanlagen. Deshalb will die Stadt mögliche Neubauprojekte in diesem Bereich durch einen Bebauungsplan steuern.

Das Grundstück sei nur über die sehr schmale Straße „Am Langen Bruch“ erschlossen. „Die nähere Umgebung ist vor allem durch eine Einfamilienhausbebauung auf zum Teil sehr großzügigen Grundstücken geprägt“, schreibt die Stadt in ihrer Vorlage. „Mit dem nun hier vorliegenden Baugesuch ist der Erhalt des vorherrschenden Siedlungs-charakters gefährdet.“ Die Verwaltung sehe „eine städtebaulich nicht erwünschte erhebliche Verdichtung am Siedlungsrand, direkt im Übergang zur freien Landschaft“. Darüber hinaus sei nicht auszuschließen, dass die Anlieger in ihrem Ruhebedürfnis und durch die Einsichtnahme in die privaten Hausgärten gestört werden, so die Stadt.

Die Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg schloss sich dem Vorschlag der Verwaltung einstimmig an. „So ein Bau passt nicht in die Ecke“, erklärte Bezirksbürgermeisterin Gabriela Ebert (SPD). Letztendlich entscheiden wird der Stadtentwicklungsausschuss am 19. Oktober.

Die Verwaltung hatte bereits Anfang des Jahres im Bezirk Uellendahl-Katernberg einen anderen Bebauungsplan geändert, um auch im Bereich In der Beek / In den Birken / Katernberger Schulweg die Art der Neubauten besser steuern zu können. est