Alte Freiheit: BV will Brunnen reaktivieren

Alte Freiheit: BV will Brunnen reaktivieren

Die Finanzierung ist aber fraglich. Die CDU bringt die ISG als mögliche Lösung ins Spiel.

Zentrum. Der Stadtbrunnen an der Alten Freiheit soll wieder sprudeln: Die Bezirksvertretung (BV) Elberfeld hat sich in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig für den entsprechenden Antrag der CDU ausgesprochen. Bis spätestens Sommer 2018 soll die Verwaltung für die Funktionsfähigkeit des Brunnens wieder herstellen. Dazu wird die BV wie im Antrag vorgeschlagen zehn Prozent der Gesamtkosten, maximal 1500 Euro, beisteuern. Die Wiederherstellungskosten werden derzeit auf etwa 12 000 Euro geschätzt.

Der Brunnen an der Alten Freiheit, der der Stadt gehört, ist bereits seit 2008 außer Betrieb. Damals lief Wasser ins Pumpensystem, weswegen für eine erneute Inbetriebnahme die gesamte Technik ausgetauscht werden müsste.

Die CDU hatte in ihrem Antrag unter anderem geschrieben: „Ein fließender Brunnen leistet einen wichtigen Betrag zur Steigerung der Aufenthaltsqualität an der Alten Freiheit, die ein Bindeglied zwischen dem neuen Döppersberg und der übrigen Innenstadt darstellt.“

Doch wie der Restbetrag gestemmt werden kann, ist noch offen. Die Verwaltung hatte bereits auf WZ-Anfrage erklärt, dass ihr die Mittel nicht zur Verfügung ständen. Wenn die Politik den Brunnen wolle, müsse sie auch einen Deckungsausgleich vorschlagen.

Joachim Knorr, Fraktionssprecher der CDU, bringt deshalb die gerade in Gründung befindliche ISG Poststraße ins Spiel. Die will bekanntlich die Einkaufsstraße für eine Million Euro aufwerten. Vielleicht könnte ja auch die Reaktivierung des Brunnens in Kooperation mit der ISG erfolgen, so Knorr. Und wenn man dann noch die umliegenden Einzelhändler für einen Beitrag gewinnen könnte, läge der Eigenbetrag der Stadt gar nicht mehr so hoch, hofft Knorr. Der Döppersberg sei in großen Teilen wirklich gelungen, da wäre der Brunnen eine weitere Aufwertung.

Er wisse, dass die Mittel gerade im Bereich Straßen und Verkehr begrenzt seien. Aber: „Wir reden von in dicken Anführungszeichen ,nur’ von vielleicht 11 000 Euro“, so der CDU-Fraktionssprecher. „Das muss doch machbar sein.“

Wobei er einräumt, dass eine BV-Initiative, die Einzelhändler ins Boot zu holen, im vergangenen Sommer erfolglos blieb.

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