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Alt-Vorsitzender der Museumsbahnen gestorben:Trauer um Michael Schumann

Nachruf : Trauer um Alt-Vorsitzenden der Museumsbahnen

Der Verein Bergische Museumsbahnen trauert um den langjährigen Vorsitzenden. Michael Schumann ist mit 64 Jahren gestorben. Er hat viel für den Verein bewegt.

Der ehemalige Vorsitzende des Vereins Bergische Museumsbahnen, Michael Schumann, ist gestorben. Der Verein trauert um den nur 64 Jahre alt gewordenen Schumann.

„Lieber Michael“, schreibt der Verein auf seiner Facebook-Seite, „1979 bist Du bei uns in die Straßenbahn eingestiegen. In den vielen Jahren Deiner Mitgliedschaft hast Du es vom Fahrgast über den Zugbegleiter bis ganz nach vorne zum Fahrer geschafft.“

Schumann war mehr als 40 Jahre Mitglied des Vereins, beinahe die Hälfte der Zeit auch Vorsitzender. Erst 2018 kandidierte er nicht mehr für den Vorsitz.

Georg Kemper, Verkehrsleiter des Vereins, hat für die kommende Mitgliederzeitung einen Nachruf verfasst, einen emotionalen, persönlichen Brief. „Du hast dem Verein gut getan“, schreibt er darin, beschreibt, wie Schumann als „junger Mann mit neuen Ideen“ 1999 den Verein übernommen hatte.

Schumann setzte sich für den Verein ein, wollte „weg vom Bimmelbahn-Image“, wie die WZ ihn einmal zitierte, den Wert der Historischen Bahnen für Wuppertal betonen. Er erhielt für seinen Einsatz 2006 den „Wuppertaler“. Dabei nahm er den Preis stellvertretend für den Verein und die anderen Mitglieder an. „Persönliche Anerkennung und Ehre stand für Dich nie im Vordergrund und war Dir eher unangenehm“, schreibt Kemper.

Schumann arbeitete an allen Stellen des Vereins, wie Kemper schreibt. Er habe nicht nur Gelder eingeworben und Leitungsaufgaben übernommen, sondern auch in den Bahnen geholfen. „Der Fahrdienst hat Dir auch große Freude gemacht. Du warst Zugbegleiter, Fahrer und sogar Fahrdienstleiter. Alles hast Du nach kaufmännischer Grundmanier sorgfältig und gewissenhaft gemacht.“ Ebenso habe Schumann sich aber auch um die Mitglieder gekümmert. „Du warst für uns die gute Seele im Verein. Ich kann mich erinnern, dass es nur sehr wenige Samstage gab, wo Du nicht in der Kohlfurth warst. Dank Dir hatten wir immer sauberes Geschirr und Besteck, der Kaffee war gekocht und Süßes stand auf dem Tisch, wie selbstverständlich standen an Arbeitstagen dampfende Suppen und Eintöpfe für die hungrigen Aktiven auf dem Mittagstisch.“

Sein Engagement, auch für Themen über die Museumsbahnen hinaus, hätten davon gezeugt, „dass Du immer versucht hast, über den Tellerrand der BMB hinauszublicken und die BMB als Bestandteil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens zu etablieren. Du hast die BMB und auch uns geprägt und immer zuerst an den Verein gedacht. Wir hätten so gerne noch viele Jahre mit Dir gelacht, gescherzt und gearbeitet. Leider ist das nicht mehr möglich, aber Du bist bei uns. Immer!“