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Alle vier Katzen aus dem Haus am Steinweg in Wuppertal gerettet

Tierhilfe : Alle vier Katzen aus dem Haus am Steinweg gerettet

Dank der Dogman Tierhilfe konnten alle Katzen aus dem zerstörten Haus gerettet werden.

Die vier Katzen aus dem zerstörten Haus am Steinweg Nummer 52 sind wieder bei ihren Besitzern und dürfen sich über viele Streicheleinheiten freuen. Dank der Tierrettung konnten die vier Katzen sicher und wohlbehalten eingefangen werden.

Nala, Luzi, Kajo und Bonnie wurden von Marcus Barke von der „Dogman Tierhilfe“ aus Leverkusen mit Hilfe von Lebendfallen eingefangen. „Das sind Käfige, die mit Futter ausgestattet werden. Sobald die Katze über ein Trittbrett läuft, schließt sich die Klappe und die Katze ist gefangen.“

Barke bekam kurz nach der Explosion am Steinweg den Anruf von der Schwester der 70-jährigen Bewohnerin. Diese bat ihn darum, die Katzen zu retten. „Ich habe dann mit dem Bau-Ordnungsamt telefoniert und mir eine Freigabe zur Rettung besorgt. Das Haus ist ja einsturzgefährdet und darf nicht betreten werden“, schildert Barke das weitere Vorgehen. Nach ausführlicher Erklärung willigte das Amt ein und Barke konnte zusammen mit seinem Team die Rettung beginnen.

„Es waren extrem erschwerte Bedingungen.“ Mit Hilfe eines Hubsteigers wurden Lebendfallen über Fenster und Freiflächen abgestellt und abgeseilt. Auch der Futterwechsel musste über den Steiger erfolgen. Außerdem wurden Webcams auf die Fallen gerichtet, um zu sehen, wann und wo eines der Tiere auftaucht.

Insgesamt ist Barke mit seinem Team mindestens sieben Mal mit dem Hubsteiger von Leverkusen bis nach Wuppertal gefahren und das auch drei Mal in der Nacht. Geld eingefordert hat er dafür nichts. „Wir haben für das Wohl der Tiere gehandelt.“

Laut Barke belaufen sich allein die Spritkosten für den Steiger auf 250 Euro. Der gesamte Einsatz würde regulär zwischen 3000 und 3500 Euro kosten. Deshalb hofft Barke auf Spenden, denn seine Organisation ist ein gemeinnütziger und ehrenamtlicher Verein. Wildtiere und herrenlose Tiere werden kostenlos gerettet. Für Tiere, deren Besitzer eine Rettung anfordern, wird eine Aufwandsentschädigung genommen. „Damit decken wir die monatlichen Fixkosten von 4000 Euro, die wir haben“, sagt Barke.

Er wünscht sich für seinen Verein mehr Unterstützung von der Stadt und vom Land. „Überall wird über Umwelt- und Tierschutz gesprochen. In anderen Bundesländern werden Organisationen und Vereine, wie wir, viel mehr finanziell unterstützt.“

Im Haus am Steinweg Nummer 52 kam es am Morgen des 1. November zu einer Explosion. Die Ursache ist nach Angaben der Polizei weiter unklar. Die Ermittlungen dauern an. Das Haus ist einsturzgefährdet und wurde teilweise abgerissen, jetzt, wo alle Katzen gerettet sind, kann der Abriss fortgesetzt werden.

Mehr Informationen rund um die Dogman-Tierhilfe gibt es unter

www.dogman-tierhilfe.de