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Alarmanlagen Marke Eigenbau: Schüler tüfteln im Betrieb

Alarmanlagen Marke Eigenbau: Schüler tüfteln im Betrieb

Junge Bastler erfolgreich bei einem Kurs des Schultechnikums.

Wuppertal. Sie reden schon wie die Profis. Da fallen Worte wie Schalttafel, Port, Platinenlayout und Spannungsüberprüfung. So stellten am Dienstag zehn Schüler bei Wiesemann & Theis ihre selbst gebauten Alarmanlagen ihren Angehörigen und Mitarbeitern vor.

Alles haben sie selbst gemacht — von der Planung, über die Konstruktion bis zur Fertigung. Sie stellten sich Fragen wie: „Was ist, wenn jemand das Kabel durchschneidet?“ Anschließend entwarfen sie Pläne, knobelten Leitungsbahnen aus und bauten die Platinen. Ihre Werkzeuge beim Projekt des Bergischen Schultechnikums (Best): Bohrmaschinen, Lötkolben und kleine Schraubendreher.

Einmal wöchentlich kamen die Neuntklässler in die Firma Wiesemann & Theis, um dort alle wichtigen Grundlagen beigebracht zu bekommen. „Ich erinnere mich noch, wie ich als Schüler selbst im Keller rumgeschraubt habe“, sagt Geschäftsführer Rüdiger Theis. Zusammen mit einem Schulkameraden baute er so sein Unternehmen auf. Diese Chance möchte er auch anderen Jugendlichen geben und bietet so in Kooperation mit dem Bergischen Schul-Technikum zwei Mal im Jahr Kurse für Schüler an.

Sein IT-Systemelektroniker Sebastian Loos leitet die Kurse: „Ich bin stolz, dass die das alles so schnell gelernt haben. Manche kamen ja ganz ohne Vorwissen zu uns.“ Und dann entstand in nur 13 Wochen eine Alarmanlage, die bei der Präsentation an Fenstern und Türen angebracht ist.

Der Praxistest gelingt: Mit einem beherzten Schlag gegen die Scheibe wird der Rüttelkontakt ausgelöst, und ein Alarmsignal ertönt. Auch an ein Solarfeld und an einen Sensorkontakt haben die technikbegeisterten Jungen ihre Platinen angeschlossen, um so die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zu zeigen. „Mir hat vor allem die praktische Arbeit Spaß gemacht“, sagt der vierzehnjährige Daniel Zimnowoda vom Carl-Duisberg-Gymnasium.

Bis zu 30 Kurse im Jahr bietet das Best auf diese Weise an. Am Ende winkt ein Zertifikat für künftige Bewerbungsunterlagen. Und ein paar Praxis-Kenntnisse in Diebstahlsicherung kann man im Alltag ja auch gut gebrauchen.