Aladin hatte sogar seine Wunderlampe dabei

Aladin hatte sogar seine Wunderlampe dabei

Das beliebte Märchenfestival des Taltontheaters auf der Hardt ist auch dieses Jahr ein voller Erfolg.

Wuppertal. Ehrfürchtig stehen die kleinen Jungen, die sonst vor Selbstbewusstsein strotzen, vor den Märchenfiguren. "Wo ist denn der böse Wolf?", wagt schließlich einer das Rotkäppchen zu fragen. Anschließend ist er fest davon überzeugt, dass der Wolf ebenfalls über die Hardt streunt und die kranke Großmutter irgendwo in der Nähe wohnt.

Das Taltontheater hat zum dritten Mal zum großen Märchenfestival auf die Hardt geladen, und angesichts des wunderbaren Sommerwetters ist es noch voller als in den beiden Jahren zuvor. 35 Schauspieler des Taltontheaters haben sich als Märchenfiguren verkleidet. Neben bekannten Typen wie Dornröschen, Aladin samt Wunderlampe und Dschinn oder Robin Hood schlendern auch Zwerg Nase, die Schneekönigin oder die Figuren aus Alice im Wunderland über die Wiesen.

21 Leser rezitieren an den nach Themen sortierten Stationen Helden-Märchen, Märchen aus dem Orient oder Grusel-Märchen. Gemütlich sitzen oder liegen die kleinen und großen Zuhörer auf Decken und Kissen darum herum und genießen die schön vorgetragenen Geschichten. Organisiert wird das Ganze rein ehrenamtlich. "Alles, was wir einnehmen, finanziert das nächste Märchenfestival", erklärt Angela del Vecchio, Schauspielerin des Taltontheaters.

Für sein Engagement im Dienste der Bürger wurde das Theater von der Stiftung "Bürger für Bürger" ausgezeichnet. Die in Berlin überreichte und mit 2500 Euro dotierte Urkunde gibt Theaterchef Jens Kalkhorst beim Festival auch symbolisch vor den Zuschauern an sein Team weiter. Alleine hinter den Kulissen sorgen etwa 40 Helfer für den reibungslosen Ablauf. Nachdem im vergangenen Jahr der Kuchen binnen kürzester Zeit ausverkauft war, wurde diesmal das kulinarische Angebot erweitert.

Auch der Förderverein des Botanischen Gartens ist mit dabei und brät Apfelpfannkuchen. Ein ausführliches Programmheft informiert über die einzelnen Stationen und hilft bei der Finanzierung des ansonsten kostenlosen Festivals.

Immer wieder schieben die Eltern ihren Nachwuchs vor, um sie zusammen mit den Märchenfiguren zu fotografieren. Ganz viele Mädchen haben sich als Prinzessin verkleidet. Nur um den Tod mit Knochen und Sense machen die Kleinen einen großen Bogen.

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