Aktionsplan: Stadthalle muss Jobs streichen

Aktionsplan: Stadthalle muss Jobs streichen

Maßnahmen sollen die drohende Insolvenz verhindern.

Elberfeld. Die drohende Insolvenz der Wuppertaler Stadthalle soll durch ein Bündel von Sofortmaßnahmen abgewendet werden, wie Kämmerer Johannes Slawig gestern erklärte. Die Stadt ist der größte Gesellschafter der Stadthallen GmbH, weswegen Slawig dem Finanzausschuss in seiner nächsten Sitzung den Maßnahmen-Katalog vorstellen wird.

Die Stadthallengesellschaft will 3,5 Stellen einsparen, der Jobabbau soll laut Slawig sozialverträglich gestaltet werden. Die Stellen fallen in den Bereichen Technik, Verwaltung und Reinigung weg. Bei den Sachkosten sollen etwa 70.000 Euro beim Marketing, zirka 8000 Euro bei den sonstigen Kosten und weitere 10.000 Euro bei Strom und Wasser wegfallen.

Zudem soll die Stadthalle unprofitable Eigenveranstaltungen streichen. Die Orgelkonzerte werden gestrichen, das soll zirka 8000 Euro im Jahr bringen.

Durch diese Maßnahmen sollen im Jahr 2011 etwa 160.000 Euro eingespart werden. Das reicht aus, um die Insolvenz zu vermeiden. Auch im Jahr 2012 ist nach diesen Zahlen nicht zu erwarten, dass die Stadthallengesellschaft insolvent wird, aber bereits 2013 muss durch den Anstieg der Kosten wieder mit einem Verlust gerechnet werden.

So zumindest prognostiziert dies das Gutachten von Actori. Das Beratungsunternehmen hat die Stadthalle unter die Lupe genommen.

Mit den erwähnten kurzfristigen Maßnahmen sind die strukturellen Probleme der Stadthalle nicht gelöst. Obwohl die Auslastung, die durch die Finanzkrise eingebrochen war, nun wieder stimmt, macht die Stadthalle Verluste. Diese strukturelle Unterdeckung soll laut Slawig durch ein neues Geschäftsmodell der Stadthalle beseitigt werden. Langfristig soll die Stadthalle damit wieder profitabel wirtschaften können.

Diese Überlegungen stehen erst am Anfang, es wird aber schon darüber nachgedacht, neue Geschäftsfelder zu erschließen, oder aber, die Stadthalle wieder in die Stadtverwaltung einzugliedern.

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