Aktion „72 Stunden“: 100 Jugendliche packen an

Aktion „72 Stunden“: 100 Jugendliche packen an

Im Rahmen einer bundesweiten Aktion helfen Jugendgruppen drei Tage lang bei Sozialprojekten in ganz Wuppertal.

Wuppertal. "Ich finde es schlimm, dass es Menschen gibt, denen es nicht so gut geht. Ich möchte, dass auch die ein schönes Leben haben". Verena Herbener (14) ist eine von 100 Wuppertaler Kindern und Jugendlichen, die beim Projekt "72 Stunden" des Bundes der deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mitmachen. Unter dem Motto "Uns schickt der Himmel" werden sie noch bis zum 10. Mai bei sozialen Projekten in der Stadt tatkräftig mithelfen. Warum, erklärt Johannes Feindler (13): "Es etwas sehr Gutes, sich für andere einzusetzen und zu helfen, wo es nötig ist."

Eröffnet wird die Aktion im Casa, dem Zentrum für Jugendpastoral in der Auer Schulstraße - durch Oberbürgermeister Peter Jung und Pfarrer Christoph Bersch eröffnet wird. Letzterer gibt den Teilnehmern seinen Segen, "damit auch ja nichts passiert". Vollständig ist nur eine Gruppe vertreten - die vom Pfarrverband Elberfeld-Mitte, 17 Jugendliche zwischen 12 und 14Jahren und ihre vier Leiter im Alter von 16 bis 20. Sie haben die Überraschungsvariante ("Get it!") der Aktion gewählt - und erfahren jetzt erst, für welches Projekt sie eingesetzt werden. Punkt 17:07 öffnet Peter Jung den Briefumschlag mit der Gruppen-Aufgabe - die Renovierung des Caritas Jugendtreffs Carl-Schurz-Straße steht auf dem Zettel.

Darüber freut sich besonders Miriam Eller. Sie wollte, wie der Großteil der Gruppe, "sowieso am liebsten etwas Handwerkliches" machen. Die 13-Jährige findet es gut, Leuten zu helfen, "die sich eine Renovierung vielleicht nicht leisten können". Das findet auch Annalena Bettecken (13), die neben ihr steht. "Wir machen das gerne", betont sie mit ernsthaften Blick.

Neben der Hilfe für Andere spielt für die Teilnehmer an der Aktion "Uns schickt der Himmel" aber auch der Gemeinschaftsgeist eine große Rolle. "Es wird ganz schön viel Spaß machen", meint etwa Andy-Marcel Paul (14), ehemaliger Messdiner mit Irokesenschnitt und Strass-Ohrring. Auch Franziska Kaysar (13) freut sich darauf "mit Freunden zusammen was Gutes zu tun". Die 14-jährige Xhulia Gega bringt es auf den Punkt: "Es werden beide Seiten davon profitieren." Was ihre Gruppe davon hat? "Unsere Gruppe wird noch mehr zusammenwachsen. Und wenn wir die Reaktion auf unsere fertige Arbeit bekommen, ist das bestimmt ein schönes Gefühl."

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