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A43: Brückensanierung und Bau des Lärmschutzes laufen

A43: Brückensanierung und Bau des Lärmschutzes laufen

Autofahrer müssen laut Straßen NRW bis zum Herbst mit Verkehrsbehinderungen rechnen.

Sprockhövel. Autobahnpendler aus und nach Sprockhövel müssen bis zum Herbst dieses Jahres etwas mehr Geduld mitbringen — zumindest wenn sie die A 43 nutzen und zu Stoßzeiten unterwegs sind: Zwischen den Anschlussstellen Sprockhövel und Witten-Herbede saniert der Landesbetrieb Straßen NRW die Plattenbrücke Rüsbergstraße und baut eine neue Lärmschutzwand. Der Verkehr läuft auf je zwei eingeengten Fahrspuren an der Baustelle vorbei. Die Arbeiten kämen gut voran, sagt der Projektverantwortliche bei Straßen NRW, Christian Kortmann.

Mitte April habe man angefangen, die 1966 errichtete Brücke Rüsbergstraße, die über die A 43 führt, zu erneuern, so Kortmann. Dazu seien auf dem Teilstück über der Fahrbahn Richtung Wuppertal zunächst die Betonränder abgebrochen worden. Derzeit läuft die weitere Instandsetzung. „Die Brücke wird neu abgedichtet und dann werden die Brückenkappen erneuert, das sind die Betonstücke am Rand der Fahrbahn“, erklärt Kortmann. Es folgen der Aufbau der Lärmschutzwand auf der Brücke und der Schutzplanken. „Wir hoffen, dass wir damit bis Mitte Juni fertig sind“, sagt Kortmann.

Für den Bau der neuen Lärmschutzwand an der Autobahn haben die Vorbereitungsarbeiten begonnen. So würden zum Beispiel die Entwässerungsrohre umgelegt, sagt Kortmann. Die Wand solle nach Angaben von Straßen NRW das nahe Kinderheim und die Anwohner der Rüsbergstraße vom Autobahnlärm abschirmen. Sie soll 420 Meter lang und zwei bis drei Meter hoch werden.

„Wir beginnen damit, dass wir die Bohrpfähle herstellen“, sagt Kortmann. Anschließend folgen Pfosten und Sockelplatten. Zum Abschluss werden Wandplatten aus Beton aufgestellt, auf die „hochabsorbierende Aluminiumvorsatzschalen“ geschraubt werden, um den Lärm effektiv zu dämpfen.

Die Farbgestaltung werde nach Angaben von Straßen NRW „dezent und modern“ in schiefergrau und rubinrot gehalten, die Elemente auf dem Bauwerk sollen zusätzlich im oberen Bereich ein Acrylglas-Element erhalten. Mit den Lärmschutzwänden müsse man aber ein Stück weit warten, bis die Brückenbauer fertig sind - zumindest auf der Autobahnseite in Fahrtrichtung Wuppertal.

Nach Fertigstellung der Lärmschutzwände folgen noch einmal zwei Phasen, in denen die Brücke in Fahrtrichtung Münster und dann in der Autobahnmitte saniert wird. Die Verkehrsführung wird sich laut Straßen NRW während der Bauzeit mehrfach verschieben. Die vier Spuren sollen aber über die gesamte Bauzeit erhalten bleiben. „Die Spuren sind auch etwas breiter als bei Baustellen sonst üblich, weil wir mehr Platz haben“, sagt Christian Kortmann.

Ende Oktober hofft man bei Straßen NRW, fertig zu sein. „Wir haben eine kompakte Bauzeit eingeplant“, sagt Kortmann. Bei anhaltend gutem Wetter könne es dennoch etwas schneller gehen. „Ein verregneter, feuchter Sommer wäre allerdings nicht gut“, sagt Kortmann. Dann würden viele Arbeiten aufgehalten. Epoxidhard zum Beispiel könne nur bei bestimmten warmen und trockenen Verhältnissen verarbeitet werden. Kortmann: „Und wenn es doch schneller geht, freut sich der Autofahrer sicher.“