A 46: Politik fordert frühzeitige Voraussetzungen für Lärmschutz

A 46: Politik fordert frühzeitige Voraussetzungen für Lärmschutz

Straßen NRW soll die planungsrechtlichen Grundlagen schaffen.

Straßen NRW soll frühzeitig die Voraussetzungen für einen optimierten Lärmschutz am Sonnborner Kreuz schaffen. Dafür hat sich der Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig ausgesprochen. Zuvor hatte Mario Korte, der als Berichterstatter für Straßen NRW den Ausbau der A46 erläutert hatte, erklärt, dass der Landesbetrieb keine direkten Zusagen machen könne. Wenn Wuppertal Forderungen habe, die über den aktuellen Zustand hinausgingen, müsse es diese „unmittelbar sofort“ konkretisieren. Insbesondere deshalb, da bei der Planung zum Beispiel der Brücken Änderungen, die den Lärmschutz betreffen, in der Statik berücksichtigt werden müssen.

Denn auch wenn in der Öffentlichkeit des Öfteren von Neubauten die Rede sei, handele es sich um Ersatzbauten der Brücken — die eins zu eins dem aktuellen Modell entsprechen, wie Korte erläuterte — auch was den Stand des Lärmschutzes angeht. Deshalb, so heißt es in dem Antrag, den der Ausschuss am Donnerstag formulierte, soll zumindest planungsrechtlich dafür gesorgt werden, dass möglicherweise nachträglich der Lärmschutz etwa durch Schutzwände ausgeweitet werden kann.

Insgesamt werden bis 2024/25 zwischen Sonnborner Kreuz und Oberbarmen 13 Bauwerke ersetzt, so Korte. Dazu kommt noch der Neubau der Brücke Westring, der bereits laufe. Dass die Kommunikation nicht immer optimal war, räumte er ein. Zukünftig soll eine Agentur dem Landesbetrieb dahingehend auf die Beine helfen. Denn die mangelnde Transparenz war ein Kritikpunkt, den Korte am Donnerstag mehrfach zu hören bekam. Nicht von ungefähr: Schließlich hatte der Ausschuss deshalb einen Vertreter von Straßen NRW in die Sitzung zitiert, weil auch der Abriss der Brücke Sonnborner Ufer im Februar praktisch so nebenbei vom Landesbetrieb verkündet worden war. Das Bauwerk ist aus Sicht von Straßen NRW Bestandteil der darunter liegenden Wupperbrücke. Da diese erneuert werden muss, ist auch die Brücke oben drüber fällig — was aber explizit erst im Februar der Stadt mitgeteilt wurde. Da sei man „ein bisschen falsch herangegangen“, so Korte.

Dass beim Thema Kommunikation Nachholbedarf besteht, bestätigte das Beispiel, das Martin Lorenz, der städtische Baustellenkoordinator, mit in die Sitzung brachte. Am Mittwoch habe er per E-Mail die Nachricht erhalten, dass der Landesbetrieb die A 46-Ausfahrt Wichlinghausen sperrt, den Verkehr also über städtische Straßen umleitet — und zwar von Donnerstag bis Sonntag. Mit einem Tag Vorlauf „können wir da auch nichts mehr vorbereiten“, ärgerte sich Lorenz.

Wie der Verkehr laufen soll, wenn die Brücke Sonnborner Ufer, über die die B228 führt, in Teilen abgerissen wird, darüber muss es noch Gespräche geben, kündigte Korte an. Allzu konkret sind die Planungen offenbar noch nicht, hatte es am Donnerstag zumindest den Anschein. Auf jeden Fall soll der Abriss noch in diesem Jahr, spätestens Anfang 2019 starten und bis zu drei Jahre dauern. Und es werde keine Vollsperrung geben, auch wenn diese Variante zumindest in seiner Präsentation noch auftauchte. Verkehrsbehinderungen seien trotzdem nicht zu verhindern.