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8300 Euro weg: Ermittlungen zum Bier-Schwund beim Asta

8300 Euro weg: Ermittlungen zum Bier-Schwund beim Asta

Wuppertal. Mehr als 8300 Euro für Getränke - vornehmlich Bier - sollen aus der Kasse des Asta (Allgemeiner Studierendenausschuss) der Uni Wuppertal verschwunden sein. Das geht aus einem aktuellen Revisionsbericht der Studierendenschaft hervor.

Das Papier hat jetzt die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Man ermittle wegen des Verdachts der Untreue und Unterschlagung, bestätigte am Freitag ein Behördensprecher.

In dem mehr als 40 Seiten langen, im Internet frei einsehbaren Revisionsbericht gibt es das Kapitel mit der Überschrift "Feststellung des Gesamtschwundes". Die Asta-Revisoren errechnen darin für das Haushaltjahr 2011/2012 einen "Getränkeschwund" bei diversen Asta-Partys im Verkaufswert von 8349 Euro.

Die Revisoren haben unter anderem festgestellt, dass ab Ende November 2011 bezüglich diverser Veranstaltungen "gar keine Abrechnung" mehr stattgefunden habe. Deswegen seien im Februar 2012 "alle sich im Umlauf befindlichen Handkassen" eingezogen worden. Die Prüfer gehen zudem davon aus, dass "der Asta große Mengen stark alkoholischer Getränke gekauft hat", ohne dass die entsprechend höhere Gewinnspanne als beim Bierverkauf dokumentiert worden sei.

Laut Staatsanwaltschaft gibt es in dem Ermittlungsverfahren noch keinen namentlich Beschuldigten. Auch der Asta-Revisionsbericht nennt keine Personen, lediglich einzelne Veranstaltungen. Die Ermittlungen dauern an.

Der Asta ist das geschäftsführende Organ und die politische Vertretung der 14.000 Studentinnen und Studenten der Bergischen Uni Wuppertal. Er wird vom Studierendenparlament für ein Jahr gewählt und kümmert sich nach eigenen Angaben um die Anliegen der Studierenden gegenüber der Universitätsleitung und der Landesregierung. Zudem formuliere man die Interessen der Studierendenschaft gegenüber der Hochschulleitung, der Öffentlichkeit und der Politik. Der im März dieses Jahres neu gewählte Asta hat über seine neuen Vorsitzenden angekündigt, die Asta-Strukturen zu verschlanken und "klarere Aufgabenteilungen und gebündelte Verantwortlichkeiten" zu erreichen. spa