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Wuppertal: 7500 Besucher feiern im Weihnachtsdorf am Toelleturm

Wuppertal : 7500 Besucher feiern im Weihnachtsdorf am Toelleturm

Am Wochenende zeigte der kleine Adventsmarkt in Barmen einmal mehr seinen ganz besonderen Charme.

Wuppertal. Das Weihnachtsdorf rund um den Toelleturm ist mittlerweile ein fester Bestandteil in Barmen. Seit 2014 locken in der Adventszeit ein Streichelzoo, zahlreiche Stände mit Kunsthandwerk und der Duft von Glühwein und Zimtsternen viele Besucher in die Barmer Anlagen. In diesem Jahr kamen an den beiden Veranstaltungstagen am Wochenende rund 7500 Menschen.

Die Stehtische rund um den Toelleturm waren stets voll besetzt. Fernab von Einkaufsstress und Weihnachtstrubel genossen Familien, Freunde und auch Nachbarn bei einer Tasse Glühwein die Atmosphäre inmitten der heimeligen Holzhütten. Das festlich geschmückte Weihnachtsdorf und der beleuchtete Toelleturm bildeten ein stimmungsvolles Ambiente. An beiden Veranstaltungstagen rundeten verschiedene Künstler mit Gesang, Posaune oder Saxophon sowie ein Mitsing-Projekt des „Inner Wheel Club Wuppertal“ das Programm ab.

Verglichen mit den Weihnachtsmärkten in den Stadtzentren in Elberfeld oder Barmen ist das Weihnachtsdorf am Toelleturm mit den wenigen Ständen recht klein gehalten. Der Organisator des Weihnachtdorfes Dennis Kessmeyer, zugleich Geschäftsführer der Agentur Kessmeyer Consults, erklärt warum: „Wir möchten die Veranstaltung klein und exklusiv halten, um unseren Besuchern eine familiäre Atmosphäre und Stände mit hochwertigen Produkten von Wuppertaler Kunsthandwerkern bieten zu können. Durch die Unterstützung unserer Sponsorenpartner , können wir es sogar ermöglichen, dass wir einen Weihnachtsmann da haben, mit dem Kinder kostenlose Fotos auf seinem Schlitten machen können. Außerdem erhalten sie noch ein Geschenk. Würden wir uns vergrößern, würde dieser besondere Charme verlorengehen.“

Der Stand mit dem Weihnachtsmann und seinem Schlitten „Silberstern“ war einer der Höhepunkte im Weihnachtsdorf. Zahlreiche Kinder und auch Erwachsene freuten sich über Albert Menn im Weihnachtsmannkostüm. Denn der Rentner sieht dem Weihnachtsmann mit seinem echten weißen Bart und den langen weißen Haaren wirklich zum Verwechseln ähnlich. „Ich bin ein authentischer Weihnachtsmann. An mir ist alles echt. Der Bart, die Haare und auch der dicke Bauch“, scherzt er. Seit 2007 ist Albert Menn in der Adventszeit regelmäßig als Weihnachtsmann unterwegs. „Als meiner Frisörin auffiel, dass mein Bart und meine Haare langsam aber sicher grau beziehungsweise weiß wurden, sagte sie scherzhaft zu mir, dass ich beides wachsen lassen soll, um dann bei ihren Kindern im Kindergarten den Weihnachtsmann zu spielen.“

Und das tat Albert Menn. Später bewarb er sich in einer Agentur, die Weihnachtsmänner vermittelt. Beim Weihnachtsdorf am Toelleturm ist er von Anfang an dabei. „Es ist doch toll, den Kindern eine Freude zu machen. Viele von ihnen sind so stolz darauf, den echten Weihnachtsmann getroffen zu haben und nehmen das Foto, dass sie mit mir gemacht haben, in den Kindergarten oder in die Schule mit. Sozusagen als Beweis für die Existenz des Weihnachtsmanns.“

Ein weiterer Höhepunkt war für die kleinen Besucher der Streichelzoo. Esel Blümchen, Pony Ronny, Ziege Jenny, die Hängebauchschweine Toffi und Fee und jede Menge Jacobsschafe, Kaninchen und Meerschweinchen sorgten für reichlich Freude bei den Kindern. . „Streichelzoos geraten bei Tierschützern schnell in die Kritik. Hier im Weihnachtsdorf achten wir darauf, dass die Tiere ein ausreichend großes Gehege haben und für solche Veranstaltungen geschult sind. Gestreichelt wird auch nur von den Zäunen aus, ins Gehege darf niemand“, erklärt Dennis Kessmeyer. Die Tiere des Streichelzoos stammen aus dem „Filmtierland Emmerthal“ und sind trainiert im Umgang mit Menschen, Fotos, Kameras und lauten Umgebungen.